Die Väter der Schmerztherapie und Schmerztagesklinik am Trierer Klinikum Mutterhaus der Borromäerinnen: Chefarzt Dr. med. Lorenz Fischer übernahm 2003 die Position von Gründer und Wegbereiter Dr. med. Franz-Josef Tentrup (rechts). Foto: Kristina Kattler

06.03.2017

20 Jahre Schmerztagesklinik

Jubiläum der ersten Einrichtung für ambulante Schmerztherapie in RLP


In Form eines Symposiums feierte das Klinikum Mutterhaus der Borromäerinnen am vergangenen Mittwoch das 20-jährige Bestehen der ambulanten Einrichtung für Schmerztherapie.

Die Behandlung von Schmerzpatienten in Trier ist genauso alt, wie das Fachgebiet der Schmerzmedizin selbst. Dank des ehemaligen Chefarztes Dr. med. Franz-Josef Tentrup, der maßgeblich am Aufbau und Einrichtung der Tagesklinik Anteil hatte, hat sich die Schmerzmedizin am Klinikum Mutterhaus im Laufe der beiden letzten Jahrzehnte einen überregionalen guten Ruf erarbeiten können. Dies wird nicht zuletzt an den zahlreichen Aktionen und Kreativarbeiten deutlich, die ehemalige Patientinnen und Patienten während des Symposiums präsentierten –  in Form einer Buchlesung, Musik, Gesang und künstlerischen Kreativarbeiten. „Ich bin stolz, dass unsere Schmerztherapie bundesweit die zweitälteste ist und wir zufriedene Patientinnen und Patienten kennenlernen dürfen, die ihren Beitrag zum Jubiläum leisten“, so der Medizinische Geschäftsführer Dr. med. Christian Sprenger zur Begrüßung.

In einem historischen Abriss schilderte Tentrup die Entwicklung der Schmerztherapie. In seinen frühen Jahren hat er vor allem Inspiration bei Ärzten aus Paris und Göttingen erhalten und bekam darüber hinaus die Möglichkeit, wissenschaftlich zum Thema zu forschen. Dies waren beste Voraussetzung für die Einrichtung der Abteilung für Patienten mit akuten, chronischen und Tumor-Schmerzen. Sein damaliger Oberarzt Dr. med Lorenz Fischer wurde 2003 sein Nachfolger als Chefarzt für die Schmerz- und Palliativmedizin am Klinikum Mutterhaus.

Über das aktuelle Spektrum in der Schmerztherapie berichtet Fischer: „Drei speziell ausgebildete Schmerzmediziner, drei Psychotherapeutinnen und ein Team von Physiotherapeuten kümmert sich vor allem um Patienten mit Schmerzen des Bewegungsapparates, wie z. B. dem Rücken. Das multimodale Behandlungsprogramm umfasst neben medikamentöser und invasiver Verfahren die drei Bereiche Patientenschulung, psychologische Schmerztherapie und physiotherapeutisches Training.“ Darüber hinaus werden Patienten mit Kopfschmerzen und ältere Patienten mit chronischen Schmerzen betreut.

Seit wenigen Wochen hat die Tagesklinik neue Räume im Klinikum Mutterhaus Nord bezogen, wo ab sofort auch die Schmerzambulanz erreichbar ist. In der Schmerztagesklinik werden jährlich ca. 160 Patientinnen und Patienten behandelt. Jeweils sechs Mitarbeiter sind für die Behandlung einer Gruppe von acht bis zehn Patienten verantwortlich.

Weitere Informationen und Linktipps:

Die Schmerztagesklinik im Klinikum Mutterhaus Nord im Internet

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