Vor geplanten operativen Eingriffen besteht die Möglichkeit, für sich selbst Eigenblut zu spenden. Dies ist aber nur bei einer Operation mit hoher Transfusionswahrscheinlichkeit (höher als 10 %) sinnvoll. Der Operationstermin sollte sechs Wochen vorher definitiv festgelegt werden. Daher wird die Eigenblutspende nur bei bestimmten Eingriffen durchgeführt (im Mutterhaus vor allem bei größeren Gelenkersatzoperationen). Die bei einer Übertragung von Fremdblut möglichen geringen Risiken in Form von Infektionsübertragungen oder Unverträglichkeitsreaktionen können durch die Eigenblutspende verringert werden. Die zusätzliche Gabe von Fremdblut kann bei größeren Blutverlusten in seltenen Fällen trotzdem notwendig sein. Nicht alle Patienten können Eigenblut spenden. Der gesundheitliche Allgemeinzustand und die Venenverhältnisse an den Armen müssen die Entnahme von 500 ml Blut pro Spende ohne Einschränkung des Wohlbefindens erlauben. Bei bestimmten Vorerkrankungen (z.B. Herz-Kreislauf- oder Infektionserkrankungen) kann das Risiko der Eigenblutentnahme größer als ihr Nutzen sein. Der Anästhesist wird im persönlichen Vorgespräch mit Ihnen klären, ob Sie Eigenblut spenden können. Dazu sollten Sie von Ihrem behandelnden Arzt aktuelle Laborwerte und ein EKG mitbringen. Falls Sie spendefähig sind, werden Sie über das Verfahren aufgeklärt und erhalten zwei bis drei Spendetermine. In wöchentlichem Abstand wird Ihnen in unserer Anästhesieambulanz je 500 ml Blut abgenommen und am selben Tag zur Weiterverarbeitung zum Blutspendedienst nach Bad Kreuznach geschickt. Dort erfolgt die Auftrennung in Erythrozytenkonzentrat und Plasma. Anschließend werden die Blutprodukte gekühlt bzw. tiefgefroren und sind 42 Tage haltbar. Zum Zeitpunkt der Operation steht das gespendete Blut zur Verfügung und kann Ihnen bei Bedarf wieder übertragen („transfundiert“) werden.