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Periphere Nervenblockaden

Armplexusanästhesie:

 

Bei Operationen an der Hand, am Arm oder der Schulter, z. B. in der Unfallchirurgie bei Knochenbrüchen oder in der Orthopädie, können die entsprechenden Nerven blockiert werden, entweder in der Achselhöhle (axillär), im Bereich des Schlüsselbeins (vertikal infraclavikulär) oder im Bereich der seitlichen Halsregion (interskalenär).

Das Nervengeflecht wird an den entsprechenden Stellen nach örtlicher Betäubung mit einem Nervenstimulator aufgesucht.

Der Nervenstimulator sendet schwache elektrische Impulse aus, die zu Muskelzuckungen führen. So können die Nervenstränge sicher gefunden werden und die korrekte Lage festgestellt werden. Nach Gabe eines örtlichen Betäubungsmittels (Lokalanästhetikum) setzt innerhalb von 10-30 Minuten die Wirkung ein. Es kommt zur Gefühllosigkeit und zur Bewegungseinschränkung im Bereich der betroffenen Extremität.

Vor allem die interskalenäre Plexusblockade führen wir in Kathetertechnik durch. Hierfür wird ein dünner Kunststoffschlauch in den Bereich des Nervengeflechts gelegt. Über diesen Katheter können Ihnen Schmerzmittel verabreicht werden. Das heißt, dass nach besonders schmerzhaften Operationen im Bereich der Schulter und des Oberarmes eine frühe krankengymnastische Behandlung möglich wird.

 

Beinplexusanästhesie:

 

Bei Operationen im Bereich der unteren Extremität können die großen Nerven mit Hilfe eines Nervenstimulators aufgesucht und dann durch die Gabe eines Lokalanästhetikums blockiert werden. Blockiert werden der N. ischiadicus und der N. femoralis. In Kathetertechnik werden die Verfahren z. B. bei Kniegelenksersatz oder auch zur Schmerztherapie bei Durchblutungsstörungen eingesetzt.

Stand:03.03.2005
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