Ambulantes Operieren wird bei uns angeboten, wenn immer möglich. Viele Routine-Operationen können heute ambulant durchgeführt werden, d.h. ohne Übernachtung im Krankenhaus, z.B. bei Phimosen, Leistenhernien, Nabelhernien, Weichteil-Tumoren, Metallentfernungen, einfachen Knochenbrüchen etc. Für eine ambulante Operation muss das Kind zuvor in der Sprechstunde beim Operateur und beim Narkosearzt vorgestellt werden, die die Notwendigkeit eines operativen Eingriffes absichern und die Eltern über die Risiken und Komplikationsmöglichkeiten während und nach der Operation und Narkose aufklären müssen.
Am Operationstag muss das Kind infektfrei, gesund und nüchtern sein ( kein Essen und Trinken ab 4 Uhr morgens). Voraussetzung ist auch, dass keine allzu weite Anfahrt (nicht weiter als 50 Kilometer) und eine gesicherte Betreuungsmöglichkeit beim Transport und zu Hause durch Eltern und Hausarzt vorliegt.
Am Operationstag müssen die Kinder sich spätestens um 7.30 Uhr auf der kinderchirurgischen Abteilung einfinden und bekommen ein Bett zugeteilt. Da sehr oft Kinder wegen Krankheit ausfallen, kann die Reihenfolge der Operationen oft erst am Operationstag festgelegt werden, sodass manchmal ein wenig Geduld mitzubringen ist. Der Patient schläft sich nach der Operation noch in seinem Bett auf der kinderchirurgischen Station aus, bevor er ca. 3-4 Stunden später nach abschließender Beurteilung durch den Narkosearzt nach Hause gehen kann. Dazu bedarf es eines zweiten Erwachsenen, der Mutter und Kind transportieren kann. Die Nachsorge erfolgt dann durch den Haus- bzw. Kinderarzt (bei Bedarf auch in der kinderchirurgischen Ambulanz).