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Therapie:

Die Therapie - auch in unserer KJP – ist multimodal ausgerichtet, d. h. unterschiedliche therapeutische Ansätze kommen je nach den aktuellen Auffälligkeiten und Ressourcen der Patienten zur Anwendung. Wir orientieren uns an den Leitlinien der kinder- und jugendpsychiatrischen Fachverbände.

 

Im Rahmen der stationären Behandlung wird – nach einer Phase mit diagnostischem Schwerpunkt – ein individueller Gesamtbehandlungsplan erstellt. Der psychotherapeutische Schwerpunkt der Klinik ist verhaltensmodifizierend ausgerichtet, erwünschtes Verhalten soll gefördert werden, unerwünschtes Verhalten soll weniger werden.

 

Wir sind außerdem an einer engen Zusammenarbeit mit den Eltern (oder sonstigen wichtigen Bezugspersonen) interessiert; dies umfasst Elternberatung, Elterntraining oder auch mehr familientherapeutisch orientierte Interventionen.

 

Ebenso wird unsererseits – soweit die Sorgeberechtigten zustimmen – ein Austausch mit den Heimatschulen der Patienten gesucht. Ggf. werden in Absprache mit den Beteiligten Kontakte zu Jugendämtern oder Suchtberatungsstellen oder auch anderen Institutionen aufgenommen, um mit den Patienten, den Eltern und Mitarbeitern dieser Institution eine tragfähige Perspektive für die weitere Entwicklung der uns anvertrauten Patienten schaffen zu können.

 

Im Rahmen unseres multiprofessionellen Teams arbeiten Erzieher, Psychologen, Sozialpädagogen, Ärzte, Krankenschwestern und Cotherapeuten (Bewegungstherapie, Ergotherapie, Sozialtraining usw.). Seelsorgerische Unterstützung steht bei Bedarf ebenfalls zur Verfügung.

 

Krankengymnastische Behandlungen sind ebenfalls möglich.

 

Eine medikamentöse Behandlung kann einen Stützpfeiler im Gesamtbehandlungsplan darstellen, gelegentlich erst ein Profitieren von anderen therapeutischen Angeboten ermöglichen.

 

Der einzelne Patient erhält also einen individuellen Therapieplan, der auf die jeweiligen Bedürfnisse „zugeschneidert“ ist.

 

Wir möchten erreichen, dass ein für die weitere Entwicklung der Patienten notwendiger Gesamtbehandlungsplan mit der stets zu beachtenden Individuumzentriertheit und Verlaufsorientierung, d. h. welche therapeutischen Angebote der Patient zu dieser Zeit benötigt, Berücksichtigung findet.

Stand:23.02.2005
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