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Angiografie

Die Angiografie ist ein Röntgenverfahren zur Darstellung von Blutgefäßen.

Zur Sichtbarmachung wird in die Blutgefäße über einen dünnen Katheter Kontrastmittel gespritzt, das mit dem Blutstrom fließt. Gleichzeitig werden die Röntgenaufnahmen gemacht. Die sog. DSA (= Digitale Subtraktions-Angiografie) bezeichnet die mittels Computer nachbearbeiteten Bilder. Die Angiografiekatheter sind sehr dünn (zwischen 0,9 und 2 mm) und werden über eine Punktionsstelle in der Leiste – in Einzelfällen auch in der linken Ellenbeuge – in die Schlagader eingeführt. Dies geschieht in örtlicher Betäubung und ist in der Regel fast schmerzfrei. Die speziell geformten Angiografiekatheter lassen sich in Kombination mit einem Führungsdraht in nahezu jede Gefäßregion des Körpers einführen. Auch dies geschieht ohne Schmerzen. Bei der Kontrastmittelinjektion verspürt man in der Regel ein wenige Sekunden dauerndes Hitzegefühl. Bei bekannter Kontrastmittelunverträglichkeit kann – mit gewissen Einschränkungen – Kohlendioxid (CO2) als Kontrastmittel verwendet werden. Während der Untersuchung wird der Patient überwacht und kann jederzeit mit dem Untersucher sprechen. Eine Narkose ist nur extrem selten erforderlich. Nach der Untersuchung wird der Katheter entfernt und die Punktionsstelle mit einem Druckverband versorgt. Um eine Nachblutung zu vermeiden, ist Bettruhe für ca. 24 Stunden erforderlich. Deshalb werden Angiografien meist unter stationären Bedingungen durchgeführt.

 

Vor jeder Angiografie erfolgt ein ausführliches Gespräch mit dem Patienten. Dabei informiert der Radiologe den Patienten über die Vorbereitung, Durchführung und Nachbehandlung der Untersuchung. Risikofaktoren, Begleiterkrankungen, Voruntersuchungen und Voroperationen werden erfragt und berücksichtigt. Der Patient erhält einen Einverständnisbogen, auf dem die wichtigen Punkte vermerkt sind. Das Einverständnis zur Untersuchung muss schriftlich gegeben werden. Der Aufklärungsbogen muss am Untersuchungstag vorliegen (Ausnahme: Notfälle).

Individuell wird für jeden Patienten festgelegt, ob er am Untersuchungstag nüchtern bleiben muss, welche seiner Medikamente weitergenommen werden und welche vorübergehend abgesetzt werden. Wenn keine Einschränkungen vorliegen, wird die Angiografie meist am Aufnahmetag durchgeführt. Die Untersuchungsergebnisse liegen am gleichen Tag vor, sodass zusammen mit den behandelnden Kollegen auch die weitere optimale Therapie festgelegt werden kann.

Stand:17.02.2005
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