Die Kernspintomografie (Magnetresonanztomografie, MRT) ist ein Verfahren, Schnittbilder Ihres Körpers ohne Röntgenstrahlen herzustellen; sie ist in dieser Hinsicht mit dem Ultraschall vergleichbar. Daher ist sie auch vorteilhaft bei Kindern einzusetzen. Säuglinge und Kleinkinder benötigen allerdings in der Regel eine Sedierung (leichte Betäubung), selten auch eine richtige Narkose, damit sie ausreichend lang ruhig liegen.
Magnetfelder regen die Wasserstoffatome Ihres Körpers an, sodass diese Radiowellen aussenden, woraus die eigentlichen Bilder errechnet werden können. Wegen der Magnetfelder dürfen Patienten mit Herzschrittmachern, Metallsplitterverletzungen u.ä. nicht untersucht werden. Metallhaltige Kleidungsstücke müssen abgelegt werden. Auch metallhaltige Schminke kann Bildstörungen verursachen.
Die Untersuchungszeit beträgt ca. eine halbe Stunde. Sie liegen dabei in einer "Röhre". Bei Angstzuständen in engen Räumen (Klaustrophobie) kommen Sie bitte etwas früher und nicht mit dem eigenen Auto. Falls es nötig sein sollte, Ihnen ein Beruhigungsmittel zu geben, dürfen Sie nämlich hinterher nicht selbst am Steuer sitzen! Sie können ggf. auch eine Begleitperson Ihres Vertrauens in den Untersuchungsraum mitnehmen, weil die Untersuchung frei von Röntgenstrahlen ist. Zur Entspannung können Sie auch Ihre Lieblings-CD mitbringen und während der Untersuchung hören.
Ein gut verträgliches Kontrastmittel in eine Vene hilft, den Gewebekontrast weiter zu verbessern. Gelegentlich müssen Sie auch ein Kontrastmittel 1 bis 2 Stunden vor der Untersuchung trinken. Von dem untersuchten Körperteil werden sehr viele, u.U. mehr als 100 Bilder angefertigt, so dass die Befundung längere Zeit in Anspruch nimmt und Sie in der Regel nicht auf Ihre Bilder warten können.
Etwa ein Viertel unserer Patienten, die eine MR-Tomografie durchlaufen, sind Säuglinge und Kleinkinder, Kinder und Jugendliche. Unsere medizinisch-technischen Assistenten/-innen sorgen dafür, dass sich auch kleine Patienten von Beginn an wohl fühlen. Bei Anwendung der MR-Technik können wir auf ionisierende Strahlung ganz verzichten. Wo Untersuchungen mit Röntgenstrahlen unvermeidbar sind, minimieren wir die Strahlenexposition, z.B. bei Durchleuchtungen mit Hilfe digitaler Technik.
Die Bemühungen um hohe Qualität bei niedriger Strahlenexposition finden u.a. ihre Bestätigung in der Zertifizierung des Mutterhauses und Herrn Chefarzt Priv.-Doz. Dr. Günther Sigmund durch den Qualitätsring Radiologie (QRR.de / radiologenverband.de).