Dr. med. Birgit Siekmeyer
Die Strahlentherapie hat heute neben der Operation und Chemotherapie einen festen Platz in der Behandlung bösartiger Tumore. Durch eine postoperative Strahlentherapie nach vorangegangener Operation kann z.B. in vielen Fällen ein verstümmelnder operativer Eingriff vermieden werden. Bestes Beispiel hierfür ist die brusterhaltende Operation eines Mammakarzinoms. Bei kleinen Tumoren reicht es aus, nur den Tumor mit Sicherheitsabstand zu entfernen. Durch die postoperative Strahlentherapie können in der Brust verbliebene Tumorzellen zu einem hohen Prozentsatz vernichtet werden. Große Studien beweisen, dass die Behandlungsergebnisse der brusterhaltenden Operation und Nachbestrahlung der Mammaamputation gleichwertig sind.
Bei lokal fortgeschrittenen, inoperablen Tumoren kann durch eine alleinige Bestrahlung durchaus eine vollständige Tumorvernichtung erreicht werden oder der Tumor so verkleinert werden, dass er anschließend operiert werden kann.
Die Bestrahlung von schmerzhaften Knochenmetastasen führt in einem hohen Prozentsatz zu einer deutlichen Besserung der Schmerzsymptomatik. Die Strahlentherapie kann auch bei vielen schmerzhaften Gelenkerkrankungen oder Bindegewebserkrankungen hilfreich sein.
Dennoch kommen viele Patienten mit großen Ängsten und Vorurteilen vor den “gefährlichen Strahlen” zur Behandlung. Die folgenden Informationen sollen Ihnen helfen, diese unbestimmten Ängste abzubauen.
Zur Verbesserung der ambulanten Versorgung werden die nicht stationären Patienten seit September 2008 im Medizinischen Versorgungszentrum (MVZ) am Klinikum Mutterhaus der Borromäerinnen behandelt. Die Ärztliche Leitung des MVZ liegt bei Frau Dr. Siekmeyer.