HOME
Impressum
Kontakt
Andere Bereiche

Abteilungen

Anästhesie/Intensivmedizin
Chirurgie I
Chirurgie II:Gefäßchirurgie
Maternity Unit/Gynocology: Information in EnglishGeburtshilfe/Gynäkologie
HNO
Innere Medizin I
Innere Medizin II
Kinder- und Jugendchirurgie
Department of Pediatrics and Adolescent Medicine: Information in EnglishKinder- und Jugendmedizin
Kinder- und Jugendpsychiatrie
Neuropediatrics: Information in EnglishNeuropädiatrie
Nuklearmedizin
Orthopädie
Psychiatrie
Radiologie
Schmerz- und Palliativmedizin
Strahlentherapie
Zentrale Aufnahme

Brachytherapie

Bei manchen Tumorerkrankungen ist es sinnvoll, eine radioaktive Strahlenquelle in unmittelbaren Kontakt zum Tumor zu bringen. Diese Behandlung wird häufig bei Gebärmuttertumoren durchgeführt, in einzelnen Fällen auch bei Tumoren der Speiseröhre und der großen Bronchien. Hierbei wird in örtlicher Betäubung oder unter Allgemeinnarkose ein Applikator/Stift (Katheter oder Hohlkapseln) in das Hohlorgan in Tumornähe platziert.

 

Anschließend kann ferngesteuert die radioaktive Quelle (meist Iridium-192) über einen Draht aus einem Bleitresor in den Applikator eingefahren werden (sog. Afterloadingtechnik). Mittels 3D-Bestrahlungsplanung ist eine individuelle Dosisverteilung möglich. Bei anderen Tumoren, z.B. Prostatakarzinom, ist es sinnvoll, Hohlnadeln in Allgemeinnarkose direkt in den Tumor einzustechen. Die radioaktive Quelle fährt dann nacheinander in alle Hohlnadeln ein.

 

Der Vorteil der Behandlung besteht in dem geringen Abstand zwischen Strahlenquelle und Tumor mit steilem Dosisabfall schon nach 1 cm Abstand, sodass im Tumor selbst hohe Dosen appliziert werden können, das umliegende Gewebe gut geschont wird. Allerdings lassen sich mit dieser Methode nur kleine Tumorvolumina behandeln. Häufig ist eine Kombination aus Brachy- und Teletherapie notwendig, um neben der lokalen Bestrahlung des Tumors auch das Lymphgebiet mitzubestrahlen.

Stand:29.09.2004
E-Mail     Druckversion