Die perkutane Bestrahlung selbst findet an einem der beiden Linearbeschleuniger statt. Bei der Ersteinstellung werden nochmals alle Parameter des Bestrahlungsplans von der medizinisch-technischen Radiologieassistentin (MTRA), dem Medizinphysiker und dem Arzt überprüft. Auch werden spezielle Aufnahmen (Verifikationsaufnahmen von jedem Strahlenfeld) angefertigt. Aus diesem Grund dauert die 1. Bestrahlung länger als die folgenden.
Während der eigentlichen Bestrahlung sind Sie für kurze Zeit allein im Behandlungsraum. Über eine Videokamera und eine Sprechanlage im Behandlungsraum kann die MTRA im Schaltraum Sicht- und, wenn nötig, Sprechkontakt mit Ihnen halten. Die reine Bestrahlungszeit pro Feld liegt etwa zwischen 20 und 200 Sekunden. Zusammen mit der Zeit für die exakte Positionierung und die Einstellung der Bestrahlungsfelder verbringt der Patient zwischen 5 und 25 Minuten auf dem Bestrahlungstisch.
Nach der 1. Bestrahlung gibt Ihnen die MTRA die Termine für die weiteren Behandlungen. Es wird üblicherweise von Montag bis Freitag täglich behandelt, je nach Erkrankung sind zwischen 10 und 35 Sitzungen notwendig.
Fehler bei der täglichen Bestrahlung sind durch computergesteuerte Verifikationssysteme, die die Felddaten für jedes Bestrahlungsfeld speichern und die Bestrahlungsdosen aufsummieren, extrem selten geworden. Ferner ist heute eine direkte Bildkontrolle des Feldes während der Bestrahlung möglich. Sie kann mit dem Röntgenbild des Simulators überlagert werden (Real-Time-Portal-Imagins).
Wenn Sie während der Behandlung Beschwerden bekommen oder noch Fragen haben, wenden Sie sich bitte an die behandelnde MTRA, die Sie dem Gerätearzt vorstellt. Nach der letzten Bestrahlung findet nochmals ein ausführliches Gespräch mit dem Arzt statt. Hierbei erhalten Sie Hinweise zur weiteren Hautpflege und sonstigen Verhaltensmaßnahmen. Im Allgemeinen wird ein kurzfristiger Kontrolltermin bei uns zur Strahlenfeldkontrolle und Überprüfung möglicher Nebenwirkungen vereinbart sowie die weitere langfristige Nachsorge, die überwiegend von Ihrem überweisenden Haus- oder Facharzt durchgeführt wird, besprochen.