Wir haben im Haupthaus 1 große Stationen mit 25 Planbetten. Diese Stationen stehen für Sie offen, wenn der Weg von Ihrem Heimatort zur Bestrahlung zu beschwerlich ist oder Sie während der Bestrahlungszeit nicht transportiert werden können, weil Sie z.B. Schmerzen haben oder strenge Bettruhe einhalten müssen. Außerdem sind die Stationen immer dann für Sie offen, wenn Sie außerhalb der Bestrahlungsphase Schmerzen oder unklare Beschwerden haben, die weiter abgeklärt werden sollen. Auf genau diesen Stationen werden auch die Chemotherapien durchgeführt, die wir größtenteils als kombinierte Chemo-Strahlentherapien durchführen, d.h. bei bestimmten Krankheitsbildern weiß man, dass eine Chemotherapie in bestimmten Abständen zur Strahlentherapie die Wirkung der Strahlentherapie verstärken kann.
Außerdem gibt es heute viele neue Konzepte, bei denen Strahlentherapie und Chemotherapie nicht nur gleichzeitig, also simultan, sondern auch in gewissen Abständen versetzt zueinander gegeben werden (Sandwichtherapien). Auch für diese Patienten sind unter Umständen unsere Stationen wichtig. Gelegentlich führen wir auch Chemotherapien im Rahmen eines Gesamtkonzepts fort, ohne dass eine Bestrahlung gleichzeitig durchgeführt wird.
Während der stationären Phase sind speziell geschulte Ärzte für die medizinische Versorgung für Sie da. Außerdem sind unsere Schwestern speziell für die Anforderungen onkologischer Patientinnen und Patienten geschult. Da wir wissen, dass es in dieser kritischen Phase zu besonderen Problemen bei den Patienten kommen kann, sind wir froh, auch eine gezielte psychologisch-psychotherapeutische Unterstützung anbieten zu können über unseren psychologischen Dienst.
Als wesentliche Betreuung während der stationären Phase sehen wir auch die Möglichkeit an, die kreativen Kräfte in dieser Zeit anzuregen oder als Verarbeitungsmechanismus zu nutzen. Aus diesem Grund haben wir wöchentlich eine Gestaltungstherapeutin engagiert, die mit den Patienten über Malen und Kunsttherapie mit verschiedenen Materialien zu arbeiten versucht.
Wegen der häufig auftretenden sozialen Fragen von Versorgung während des stationären Aufenthalts, über finanzielle Probleme und Versorgung nach dem stationären Aufenthalt (Betten, Hilfsmittel, Rollstühle usw.) haben wir einen Sozialdienst und eine Anlaufstelle für die Beratung weiterer Versorgung, Rehabilitation usw. zur Hand.