Trauer und Mitgefühl bewegen nicht nur die Angehörigen unserer verstorbenen Patienten. Auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den unterschiedlichsten Funktionsbereichen – sei es Pflege, in den Labors oder der Verwaltung – nehmen Anteil am Tod eines uns anvertrauten Menschen. Zwei Mal im Jahr laden wir daher Angehörige, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu einem Gottesdienst ein, in dem wir unseren Gedanken Raum geben: unseren Fragen, Sorgen, Zweifeln und der Trauer, aber auch der Dankbarkeit. Wir wollen uns gegenseitig bestärken und ermutigen.
Einmal im Jahr, am Fest des Hl. Karl Borromäus – Patron der Kongregation der Barmherzigen Schwestern – versammeln wir uns bewusst als Dienstgemeinschaft, um miteinander unseren Glauben zu feiern. Wir bitten um Bestärkung für unseren täglichen Dienst am Menschen, halten inne und feiern Gottes Zuwendung zu uns. Der Gottesdienst mündet in ein Beisammensein, zu dem sowohl alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter als auch unsere Patienten eingeladen sind.
Fehlgeborene Kinder, die tot geboren werden und unter 500 Gramm wiegen, fallen nicht unter das Bestattungsgesetz. Um den Eltern und Kindern einen würdigen Abschied zu ermöglichen, bestatten wir einmal im Jahr alle fehlgeborenen Kinder in einem gemeinsamen Grab auf dem Friedhof bei St. Matthias. In einer ökumenischen Feier gedenken wir der Kinder und geben unserer Trauer Raum.
Einmal im Jahr treffen sich Eltern, die ein Kind verloren haben, gemeinsam mit ihren Angehörigen und Freunden zu einem Gedenkgottesdienst in der Pfarrkirche St. Laurentius in Longuich. Im Anschluss an den Gottesdienst besteht bei einem kleinen Imbiss die Gelegenheit zur Begegnung und zum Gespräch.
Zu einem Gedenkgottesdienst für die im laufenden Jahr Verstorbenen treffen sich in der Adventszeit die Vereinsmitglieder und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Klinikums, die in der Behandlung und Begleitung der Kehlkopfoperierten und ihren Angehörigen tätig sind. Im Anschluss findet im Pfarrzentrum St. Matthias eine Adventsfeier statt.