Das Klinikum Mutterhaus trägt Sorge für die medizinethische Qualifizierung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Hause. Das Ziel der Qualifikation ist, Menschen mit unterschiedlichem Erfahrungshintergrund (Medizin, Pflege, Seelsorge, Sozialdienst, Recht, Patientenvertretung) zu selbstständigen Verantwortungsträgern auszubilden, die in ethischen Entscheidungsprozessen Patienten und ihren Angehörigen kompetent zur Seite stehen können.
Das Klinikum Mutterhaus der Borromäerinnen unterhält die Karl Borromäus Schule als eine eigene Kranken- und Gesundheitspflegeschule und beteiligt sich im Rahmen seines Status als Akademisches Lehrkrankenhaus an der Ausbildung junger Ärzte. Das Ethikkomitee fördert in diesem Rahmen die Weitergabe ethischer Grundhaltungen und Grundsätze für die Berufsausübung von Pflegekräften und Ärzten, um so mitzuwirken an einer christlich verantworteten Identitätsbildung im Gesundheitsberuf.
Die hohe Mitarbeiterfluktuation im Klinikum erfordert regelmäßig, neue Mitarbeiter über Existenz und Arbeitsformen der Klinischen Ethikberatung zu informieren, zum Beispiel während der Einführungsveranstaltungen, durch Faltblätter oder durch Aushänge.
In unregelmäßigen Foren werden Mitarbeiter eingeladen, ethisch aktuelle Fragestellungen oder auch retrospektiv Fälle zu diskutieren. Auch hier kann deutlich werden, dass Ethik nicht Sache von Experten, sondern Aufgabe aller Mitarbeiter und Dienste im Klinikum ist und alle aufgefordert sind zur Sensibilität, zur sachlichen Argumentation und verantwortlichen Entscheidungsfindung.
Klinische Ethikberatung hat die Aufgabe, ethische Bildungsarbeit zu fördern. Sie wirkt mit an der innerbetrieblichen Fortbildung und organisiert Vorträge, Seminare und Kongresse, die sich neben den Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auch an Patienten, Angehörige und das gesellschaftliche Umfeld des Klinikums wenden. Sie arbeitet eng mit den verschieden Fachrichtungen der Theologischen Fakultät Trier zusammen.