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Für wen kommt eine operative Maßnahme in Frage?

 

Patientenauswahl

Die Patientenauswahl erfolgt dabei nach strengen Kriterien.

Evaluation konservativer Maßnahmen

Vor Indikationsstellung sollten Sie als Patientin/Patient (entsprechend der aktuellen Leitlinien) nachgewiesenermaßen  über mindestens 6–12 Monate konsequent konservative Therapiemaßnahmen durchgeführt haben. Hierzu zählen insbesondere eine konsequente Teilnahme an betreuten Diätprogrammen, eine konsequente Bewegungstherapie und evtl. auch die Teilnahme an stationären Kuraufenthalten. Sie sollten zudem bereit sein, ihre Essgewohnheiten drastisch zu verändern und sich regelmäßig ärztlichen Nachuntersuchungen zu unterziehen.

Psychosomatische Evaluation

Vor einer evtl. operativen Therapie erfolgt eine intensive psychosomatische Exploration und Evaluation der Patienten. Diese kann gerne durch die Leitende Dipl.-Psychologin des Klinikums Mutterhaus, Brigitte Bogdanski durchgeführt werden. Es erfolgt der Ausschluss einer Depression, Psychose, Suchterkrankung oder Essstörung. Erscheint eine Psychotherapie hinsichtlich einer Essstörung aussichtsreich, so wird diese zunächst der operativen Therapie vorgezogen. Wobei Essstörungen, insbesondere das binge-eating-Syndrom nicht grundsätzlich eine Kontraindikation für Adipositas chirurgische Maßnahmen darstellen.

Endokrinologische Abklärung

Für den Erfolg einer operativen Maßnahme ist der Ausschluss einer hormonellen Ursache der Adipositas (z.B. Hypothyreose, Cushing-Syndrom) und einer medikamentösen Ursache (z.B. Antidepressiva, Neuroleptika, Antidiabetika, Glucocorticoide, Betablocker) erforderlich. Es erfolgt daher im Vorfeld eine ausführliche endokrinologische Untersuchung. Ergibt sich eine endokrine Störung, so wird diese selbstverständlich vorrangig behandelt.

Evaluation der Compliance

Auch müssen Sie ausreichend motiviert und vollständig über die chirurgischen Verfahren, ihre Risiken und langfristigen Konsequenzen aufgeklärt sein. Hierzu erfolgt eine mehrfache Beratung in den Sprechstunden des Adipositaszentrums des Klinikums Mutterhaus der Borromäerinnen.

Präoperative Risikoevaluation

Um das mit dem  Wahleingriff verbundene Operationsrisiko zu minimieren, wird das Operationsrisiko vor einer Operation individuell (kardiologisch, pulmonologisch, anästhesiologisch) evaluiert.

 

Stand:06.02.2008
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