HOME
Impressum
Kontakt
Andere Bereiche

Zentren

Über den Zentrumsgedanken
Adipositaszentrum
Brustzentrum
Darmzentrum
Diabeteszentrum
MIC-Zentrum
Onkologisches Zentrum
PET-CT Zentrum
Perinatalzentrum
Prostatakarzinom-Zentrum

Schlauchmagen (Sleeve-Resektion, Magenverkleinerung, Magenresektion)

Was ist ein Schlauchmagen?

Das Prinzip der Bildung eines Schlauchmagens ist die Verkleinerung des Magenvolumens (restriktives Verfahren). Der restliche Magenanteil wird entfernt. Durch die Entfernung eines Magenanteiles (der Fundus), in dem das Hungerhormon Ghrelin produziert wird, kommte es zusätzlich zu weniger Heißhungerattacken.

 

Für wen eignet sich der Schlauchmagen?

Die Indikation für eine Schlauchmagen-Operation wird individuell nach eingehender interdisziplinärer Untersuchung gestellt. Die entscheidenden Faktoren für die Durchführung einer solchen Operation sind: Risikoprofil, Essverhalten, Patientenmotivation, Sodbrennen-Beschwerden (Reflux-Krankheit) und das Versagen von anderen Verfahren.

 

Das Verfahren ist für die Patienten geeignet, die kein Fremdmaterial ( Magenband) implantiert bekommen möchten. Zum anderen ist es eine geeignete Operation bei Hochrisikopatienten. Eine Umwandlung des Schlauchmagens in einen Magenbypass kann nach erfolgter Gewichtsreduktion mit deutlich gerigerem Operationsrisiko erfolgen.

 

Vorteile des Schlauchmagens

Die  Schlauchmagenbildung führt zu einem raschen Gewichtsverlust, jedoch geringer als beim Magenbypass. Im Gegensatz zum Magenbypass sind keine regelmäßigen Vitamin-B12 Substitutionen erforderlich. Der obere Verdauungstrakt bleibt mittels Magenspiegelung weiterhin einsehbar. Es wird kein Fremdkörper implantiert, die Operation ist in ihrem Ausmaß deutlich kleiner als der Magenbypass. Eine Umwandlung des Schlauchmagens in einen Magenbypass kann erfolgen.

 

Klinikaufenthalt

7-10 Tage

 

Nachteile des Schlauchmagens

Langzeitergebnisse zu dieser Operationsmethode liegen derzeit noch nicht vor. Eine erneute Ausweitung des Magenschlauches ist möglich.

DieOperation ist bei Essstörungen wie Binge Eating (unkontrollierte Essattacken) oder Sweet Eating (vorzugsweise Süßigkeiten oder hochkalorischen Getränken wie Fruchtsäfte, Limonaden), sowie bei Patienten mit Sodbrennen nicht geeignet. 

 

Mögliche Spätkomplikationen

Es kann vor allem durch Diätfehler zu einer Ausweitung (Dilatation) des Magenschlauches kommen. Die Folge ist eine herabgesetzten Wirksamkeit in Hinblick auf die gewünschte Gewichtsreduktion. Eine konsequente Ernährungsumstellung und Bewegungstherapie sind obligat für den Erfolg. Ein bereits vor der Operation bestehendes saures Aufstoßen kann durch diese Operation deutlich verstärkt werden.

 

Verhaltensregeln nach der Schlauchmagen-Operation

Durch die Verkleinerung des Magenvolumens können Sie besonders in der ersten Zeit nach der Operation nur kleine Trinkmengen zu sich nehmen. Im Rahmen des stationären Aufenthaltes erhalten Sie von unseren Ernährungsberaterinnen genaue Diätvorschriften. Die tägliche Einnahme eines Multivitaminpräparates ist zur Vermeidung von Vitamin- oder Spurenelemente- Mangelerscheinungen sinnvoll. Des weiteren ist zur Vermeidung der Osteoporose (Knochenschwäche) eine kalziumreiche Kost einzuhalten.

 

Regelmäßige Kontrollen an der Adipositassprechstunde sind im ersten Jahr alle 3 Monate, im zweiten und dritten Jahr halb- und danach einmal jährlich notwendig..

Stand:07.02.2008
E-Mail