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Nebenniere

Wer ist der Ansprechpartner für Patienten mit einer Nebenschilddrüsenvergößerung?

Welche Erkrankungen des Nebennierenmarkes gibt es?

Welche Erkrankungen der Nebennierenrinde gibt es?

Wie können Erkrankungen der Nebennieren erkannt werden?

Wie können diese behandelt werden?

Welche Risiken birgt eine Operation?

Wie lange dauert der Krankenhausaufenthalt?

Ist eine Nachbehandlung notwendig?

 

Wer ist der Ansprechpartner für Patienten mit einer Nebenschilddrüsenvergößerung?

Wo befinden sich die Nebennieren, wie sind sie aufgebaut und welche Funktion haben sie?

Die Nebennieren sind kleine Drüsen und liegen auf dem Oberrand beider Nieren. Sie bestehen aus einem Nebennierenmark und einer Nebennierenrinde.

Das Mark bildet Hormone für den Blutdruck und die Rinde gibt Hormone für den Salzhaushalt, Zuckerhaushalt, den Fettstoffwechsel und Vorstufen von Geschlechtshormonen in das Blut ab.

Erkrankungen der Nebennieren werden meist erst erkannt, wenn die unregelmäßige Hormonproduktion zu Unwohlsein oder körperlichen Auffälligkeiten führt.

 

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Welche Erkrankungen des Nebennierenmarkes gibt es?

Das Nebennierenmark ist im Innern der Nebennieren zu finden und stammt von den Nervenzellen ab.

Bei einer Vergrößerung bildet es meist zu viel Hormone (medizinisch: Phäochromocytom).

Oft sind die Vergrößerungen gutartig, sie bewirken aber, dass der Blutdruck anfallsweise oder ständig erhöht ist und führen zu Herz-Kreislaufkomplikationen.

Eine rechtzeitige Behandlung kann jedoch Herz-, Gehirn- und Nieren- und Gefäßschäden verhindern.

Wenn Medikamente nicht mehr helfen, wird eine Operation mit Entfernung einer oder beider Nebennieren notwendig.

 

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Welche Erkrankungen der Nebennierenrinde gibt es?

Die Nebennierenrinde umgibt das Nebennierenmark und besteht aus verschiedenen Zellen, die Hormone bilden. Sie regeln den Salzhaushalt, den Zucker- und Fettstoffwechsel und bilden Vorstufen männlicher Geschlechtshormone.

Wird vermehrt Cortison gebildet, wird ein erhöhter Blutzucker festgestellt und meist eine Gewichtszunahme beobachtet (medizinisch: Cushingsche Erkrankung).

Wird zuviel Aldosteron gebildet, so wird in den Nieren Salz zurückgehalten, was den Blutdruck erhöht und zu Herzrhythmusstörungen und Muskelschwäche führen kann.

Die Überproduktion männlicher Geschlechtshormone (medizinisch: adrenogenitales Syndrom, AGS) ist selten und hemmt bei Männern die Hodentätigkeit und führt bei Frauen zu einem männlichen Aussehen.

 

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Wie können Erkrankungen der Nebennieren erkannt werden?

Oft werden Vergrößerungen der Nebennieren zufällig entdeckt. Manchmal können sie auch beide Nebennieren betreffen.

Hinweise für Erkrankungen geben jedoch die Beschwerden des Patienten oder der typische Körperbau.

Zusätzlich werden die Diagnosen durch aufwendige Bluttests und Urinuntersuchungen gesichert.

Bei der Ultraschalluntersuchung oder der Röntgenuntersuchung im CT werden die Vergrößerungen für den Arzt sichtbar gemacht. Hier kann oft eingeschätzt werden, ob es sich um eine gutartige oder bösartige Erkrankung handelt.

Ist eine Operation geplant, sind aufgrund der komplizierten Blutversorgung der Nebennieren zusätzliche Gefäßdarstellungen notwendig.

 

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Wie können diese behandelt werden?

Die gutartigen Erkrankungen können am Anfang noch mit Medikamenten behandelt werden.

Ist die Erkrankung jedoch fortgeschritten, muss die entsprechende Nebenniere durch eine Operation entfernt werden. Die verbliebene Nebenniere kann noch ausreichend Hormone bilden.

Bei den seltenen bösartigen Vergrößerungen muss immer die vollständige Entfernung einer oder sogar beider Nebennieren erfolgen. Ist es jedoch erforderlich beide Nebennieren zu entfernen, müssen dafür Medikamente eingenommen werden.

Nebennieren werden bei einer Operation durch einen größeren Schnitt von vorn oder vom Rücken aus erreicht.

In unserem Krankenhaus werden Nebennieren jedoch meistens in der sogenannten Schlüssellochtechnik entfernt. Dies hat den Vorteil, dass die Patienten weniger Schmerzen haben, schneller genesen und weniger Narben verbleiben.

 

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Welche Risiken birgt eine Operation?

Die Nebennieren liegen am Oberrand der Nieren und geben ihre Hormone durch eine Vielzahl von Blutgefäßen an den Körper ab. Über den Nebennieren bildet das Zwerchfell die Grenze zum Brustkorb und vor den Nebennieren liegt der Darm.

Meist müssen vor einer Operation Medikamente gegeben werden, um die Wirkung der gebildeten Hormone aufzuheben (schwere Kreislaufreaktionen).

Aufgrund der Nähe zu den Organen und den zahlreichen Blutgefäßen kann es bei großen Nebennieren dazu kommen, dass während einer Operation die Organe verletzt werden.

Nebennierenerkrankungen neigen dazu, wieder aufzutreten und müssen dann erneut behandelt werden.

 

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Wie lange dauert der Krankenhausaufenthalt?

Am Abend nach der Operation kann der Patient auf der Normalstation Tee trinken und am folgenden Morgen wieder normal essen und sich frei bewegen.

Ist der Heilverlauf regelrecht, kann der Patient nach kurzer Zeit entlassen werden.

Bei größeren Operationen an den Nebennieren kann es jedoch zu Blutdruckschwankungen und Herzrythmusstörungen kommen, die vorübergehend überwacht werden müssen.

 

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Ist eine Nachbehandlung notwendig?

Die Wundkontrollen und das Ziehen der Fäden können durch einen niedergelassenen Chirurgen durchgeführt werden.

Die Auswirkungen auf den Stoffwechsel sollten durch einen spezialisierten Internisten (medizinisch: Endokrinologe) kontrolliert und weiter behandelt werden.

 

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Stand:18.01.2008
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