Gesundheit ist ein hohes Gut
Achten Sie auf sich und Ihre Familie

Vorsorgeuntersuchungen, Selbsthilfegruppen, gute Ernährung und viel Bewegung. Es gibt viele Wege, gesund zu bleiben. Wir sind an Ihrer Seite. 

 

Dekubitusprophylaxe

In unserer ausführlichen Broschüre informieren wir Sie über die Pflege unseres Organs Haut.

Eines der schwerwiegendsten Gesundheitsrisiken von hilfs- und pflegebedürftiger Patienten ist die Entwicklung eines Druckgeschwürs, bekannt als Dekubitus. Der Begriff „Dekubitus“ kommt aus dem lateinischen von  „decumbere“ und bedeutet sich niederlegen bzw. wundliegen.

Laut Robert-Koch-Institut (RKI) entwickeln jährlich in Deutschland mehr als 400. 000 Personen einen behandlungsbedürftigen Dekubitus (RKI, 2004). Hinsichtlich der zukünftigen Zunahme der älteren Bevölkerung stellt das Thema Dekubitus in unserer Gesellschaft ein rasch wachsendes Problem dar. Ein Dekubitus ist eine Hautschädigung, die auftritt, wenn auf eine Hautstelle (insbesondere Knochenvorsprünge) zu lange ein zu großer Druck ausgeübt wird. Deshalb wird ein Dekubitus auch Druckgeschwür genannt. Weitere Belastungen wie Reibung an der Hautoberfläche, Scherkräfte und Feuchtigkeit kann die Haut zusätzlich schädigen.

Die Entwicklung eines Druckgeschwürs ist mit Schmerzen, mit  Einschränkungen der Gesundheit und der Lebensqualität verbunden. Aus diesem Grund sind frühzeitige und richtige vorbeugende Maßnahmen von großer Bedeutung. In allen Handlungsfeldern der Pflege sind Menschen mit einem Dekubitusrisiko zu finden. Pflegenden kommt im Rahmen des diagnostischen Prozesses die Aufgabe zu, das Dekubitusrisiko individuell einzuschätzen, geeignete prophylaktische Maßnahmen auszuwählen, diese geplant umzusetzen und das Ergebnis zu überprüfen.

Somit sind umfassende theoretische Fachkenntnisse über die Entstehung eines Dekubitus (multifaktorielles Geschehen) und die entsprechenden prophylaktischen Maßnahmen sind für alle Pflegefachkräfte unerlässlich. Auf allen Stationen unseres Hauses haben wir speziell zu dem Thema Dekubitus und Dekubitusprophylaxe fortgebildete Pflegefachkräfte. In Bezug auf die prophylaktischen (vorbeugenden) Maßnahmen arbeiten wir nach den Vorgaben des nationalen Expertenstandard „Dekubitusprophylaxe in der Pflege“ des Deutschen Netzwerks für Qualitätsentwicklung in der Pflege (DNQP) und somit nach den aktuellen pflegwissenschaftlichen Erkenntnissen.

Auch für betreuende und pflegende Angehörige ist es wichtig, Kenntnisse über die Entstehung und auch Vermeidung eines Dekubitus zu haben. Eine Hilfestellung für Sie bietet unsere Broschüre, die sie hier durchblättern bzw. herunterladen können. Diese Broschüre ist eine Information, um sich mit dem Thema „Dekubitus“ vertraut zu machen. Im Besonderen wird in dieser Broschüre auf die Prävention (Vorbeugung) eines Dekubitus (Druckgeschwür) eingegangen.

Ansprechpartnerin

Claudia Denzer

Lehrerin für Gesundheitsfachberufe, Prozessmanagement Pflege

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