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5 Tipps zum Thema "Nichtrauchen" - von Dr. Stephan-Hemba

Warum rauchen immer noch so viele Menschen?

Nikotinkonsum führt schnell zu körperlicher Abhängigkeit: es entsteht ein körperliches Verlangen, das in regelmäßigen Abständen gestillt werden will. Beim Rauchen erfolgt damit eine fast sofortige positive Konsequenz. Im Gehirn wird das Belohnungszentrum aktiviert. Viele erleben eine Entspannung, Rückgang von Stress oder andere positive Wirkungen.

 
Was ist das Schädliche am Rauchen?


Der Tabakrauch enthält neben dem Nikotin, einem Nervengift, viele weitere schädliche Stoffe. Dadurch erhöht sich das Krankheitsrisiko stark, besonders für Krebserkrankungen (Lungen-, Blasenkrebs) und Gefäßerkrankungen (Herzinfarkt, Schlaganfall, „Raucherbein“). Rauchende Mütter (und Väter) erleben häufiger Komplikationen während der Schwangerschaft, die Kinder sind bei Geburt kleiner und werden häufiger krank.

Wann sollte man mit dem Rauchen aufhören?


Spätestens beim Auftreten gesundheitlicher Beschwerden (Kurzatmigkeit, häufige Atemwegsinfekte, Bluthochdruck) sollte man aufhören, auf jeden Fall sobald dies vom Arzt ausdrücklich geraten wird. Auch wenn man plant schwanger zu werden; spätestens dann, wenn eine Schwangerschaft festgestellt wird. Personen, die im Beruf eine Vorbildfunktion haben (z.B. Lehrer, Ärzte), sollten ebenfalls nicht rauchen.

Mit welchen Strategien kann man das Rauchen beenden?


Am wirksamsten legt man einen Tag fest, ab dem man gar nicht mehr raucht. Studien zeigen, dass diese „Schlußpunkt-Methode“ deutlich erfolgreicher ist als eine langsame Reduktion. Raucherent¬wöhnungskurse können dabei helfen, sich über Versuchungssituationen und Motive fürs Rauchen klar zu werden und gesunde Alternativhandlungen zu finden. Die Unterstützung durch andere macht das Aufhören leichter.

Wie kann man das Nichtrauchen weiter festigen?

Sich selbst zu belohnen kann einen Anreiz zum Nichtrauchen schaffen, z. B. wenn man jeden Tag des Nichtrauchens den gesparten Geldbetrag zur Seite legt und sich damit einen lange gehegten Wunsch erfüllen kann. Aber auch das Registrieren positiver Veränderungen kann das Nichtrauchen festigen: besser riechen, mehr schmecken, die bessere Kondition und Fitness spüren.


Raucherentwöhnungskurse geben Hilfestellung bei den beiden letztgenannten Punkten. Sie vermitteln Strategien um das Rauchen zu beenden und dies auch durchzuhalten. Verhaltenstherapeutische Programme sind dabei sehr wirksam und anerkannt. Eine hohe Wirksamkeit haben auch hypnotherapeutische Ansätze, die gezielt die eigenen Ressourcen aktivieren und ein positives Bild des Nichtrauchens erlebbar machen.