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Akute Entzündung der Nasennebenhöhlen - Expertentippps von Dr. med Peter Schäfer

Dr. med. Peter Schäfer, Chefarzt der Hals-Nasen-Ohrenheilkunde

Die Nase läuft, der Kopf dröhnt und man fühlt sich benommen. In der kalten Jahreszeit trifft eine Erkältung viele. Unser Chefarzt der Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde (HNO), Dr. med. Peter Schäfer,  gibt Tipps zur Behandlung einer Entzündung der Nasennebenhöhlen: 

Der menschliche Kopf hat verschiedene Nebenhöhlen, die Probleme breiten  können. Zusätzlich befinden sich in der Nasen die Nasenmuscheln, deren Schleimhaut bei einer Entzündung stark anschwillt.  Schreitet die Infektion  weiter fort, können auch die Stirn-, Siebbein-, Keilbein- und Kieferhöhlen betroffen sein

Symptome

Die Symptome sind sofort erkennbar und sie schränken uns auch unangenehm ein: wir können nicht mehr gut durch die Nase atmen, haben Schnupfen und das Gesicht schmerzt. Es kann auch ein Druckgefühl rund um die Nase auftreten. Eingeschränkt ist bei einer Nasennebenhöhenentzündung zudem unser Riechsinn.

Verbreitung

Man schätzt, dass Erwachsene im Jahr zwei bis fünf dieser „Erkältungen“ (akute Rhinosinusitiden) bekommen. Bei Schulkindern werden oft sieben bis zehn Infekte pro Jahr beobachtet.

Ursachen

Die akute Entzündung dieser Nebenhöhlen, auch Rhinosinusitis genannt, kann durch eine virale oder auch eine bakterielle Entzündung entstehen. Diese dauert in der Regel weniger als 12 Wochen. Aber auch Allergien oder eine Zahnentzündung können die Ursache sein, genauso wie eine Anomalie der Nasennebenhöhlen oder auch eine Unverträglichkeit von Aspirin (ASS).

Behandlung

Eine akute Entzündung der Nasennebenhöhlen kann gut mit einem Nasenspray behandelt werden, in der Regel ist dies über einen Zeitraum von 7 bis 10 Tagen ausreichend. Gut wirkt auch eine Nasendusche mit einer lauwarmen Salzlösung. Bei Gesichtsschmerzen und Druck können auch Schmerzmittel eingesetzt werden. Alternativ kann man den Schmerz mit Akupunktur lindern. Inhalation und Rotlicht können hilfreich sein, ein wissenschaftlicher Nachweis der Wirksamkeit steht aber noch aus.

Als medikamentöse Therapie sind schleimlösende Medikamente auf pflanzlicher Basis sowie Cortison in Tabletten- oder Sprayform zu empfehlen. Bitte halten Sie für die Dosierung Rücksprachen mit Ihrem Hausarzt oder einem Apotheker Ihres Vertrauens. Antibiotika werden nur bei starken Beschwerden, hohem Fieber, drohenden Komplikationen oder auch bei einem chronischen Verlauf eingesetzt.

Wir wünschen gute Besserung!