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Gut zu wissen: Daten und Fakten zur Grippe und zur Influeza

Influenza ist eine Infektionskrankheit, die durch Viren verursacht wird. Eine menschliche Ansteckung erfolgt durch Tröpfcheninfektion (z.B. Anhusten), durch direkten Kontakt (z.B. Handschlag) und durch Kontaktinfektionen über Gegenstände. Die Dauer und Schwere einer Influenzaerkrankung hängt von den Eigenschaften des Krankheitserregers sowie von der körperlichen Verfassung und der Immunantwort der betreffenden Person ab. Auch, ob eine Influenzainfektion überhaupt beim Menschen zur Krankheit führt, ist von bestimmten Eigenschaften des Erregers abhängig, unter anderem der Fähigkeit, verschiedene Arten, also Mensch und Tier, zu infizieren. Zum Beispiel ist das Influenza A-Virus H5N1, welches Aviäre Influenza ("Vogelgrippe") auslöst, nur ausnahmsweise und bei starker Erregerexposition vom Tier auf den Menschen übertragbar.  

Influenzaviren sind weltweit verbreitet und verursachen in gemäßigten Zonen der nördlichen und südlichen Hemisphäre regelmäßig in den jeweiligen Wintern Grippewellen. Trotz der ausgeprägten Saisonalität können in den entsprechenden Ländern Influenzaerkrankungen auch außerhalb der Grippewellen auftreten und mitunter sogar zu lokalisierten Ausbrüchen führen.

Grippe vorbeugen

Grippeviren werden insbesondere durch Tröpcheninfektion übertragen. Um sich in der Grippezeit zu schützen oder, wenn Sie bereits selbst erkrankt sind, eine Übertragung an Ihre Mitmenschen zu vermeiden, gibt es einige einfach umzusetzende Tipps:

  • vermeiden Sie Händeschütteln. Hier im Krankenhaus werden Sie von den Ärzten und dem Pflegepersonal stattdessen mit einem freundlichen Lächeln begrüßt!
  • verwenden Sie beim Niesen und Husten ein Einmaltaschentuch, das Sie danach wegwerfen, oder Ihre Ellenbeuge. Denn über Ihre Hände können die Viren auch an alle Gegenstände gelangen, die Sie anfassen, deshalb:
  • Hände regelmäßig waschen und desinfizieren. Im Klinikum Mutterhaus finden Sie an zentralen Orten, wie am Haupteingang, sowie auf allen Toiletten Desinfektionsmittelspender.
  • auch zum Naseputzen sind Einmaltaschentücher besser geeignet als Stofftaschentücher.
  • enger Kontakt zu Erkrankten sollte, wenn möglich, vermieden werden.
  • halten Sie Abstand zu niesenden und hustenden Personen.

Grippeimpfung

Eine Grippeimpfung wird vor allem Personen empfohlen, die ein geschwächtes Immunsystem haben, an Vorerkrankungen leiden oder viel mit Patienten in Kontakt kommen. Die Ständige Impfkommission empfiehlt daher eine Impfung für folgenden Personengruppen:

  • Menschen, die 60 Jahre und älter sind
  • Schwangere ab dem zweiten Schwangerschaftsdrittel, bei zusätzlichen Gesundheitsrisiken schon ab dem ersten Schwangerschaftsdrittel
  • Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit erhöhter gesundheitlicher Gefährdung durch ein Grundleiden wie zum Beispiel: chronische Krankheiten der Atmungsorgane, Herz- oder Kreislauferkrankungen, Leber- oder Nierenkrankheiten, Diabetes oder andere Stoffwechselkrankheiten, chronische neurologische Krankheiten wie Multiple Sklerose, angeborene oder später erworbene Störungen des Immunsystems, HIV-Infektion
  • Bewohner und Mitarbeiter von Alten- oder Pflegeheimen
  • Personen mit stark erhöhtem Risiko sich anzustecken (z. B. Personal in Einrichtungen mit viel Publikumsverkehr oder Beschäftigte im medizinischen Bereich mit Patientenkontakt)
  • Personen mit direktem Kontakt zu Geflügel und Wildvögeln

Der Impfstoff setzt sich jedes Jahr aus Bestandteilen der aktuell weltweit zirkulierenden Virustypen zusammen, die Schutzwirkung hält eine Saison. Daher wird empfohlen, sich jedes Jahr (am besten im Oktober oder November) erneut impfen zu lassen. Eine Grippeimpfung kann nicht zu einem Ausbruch der Grippe führen, da sich im Impfstoff keine vermehrungsfähigen Erreger befinden. Möglich sind jedoch Impfreaktionen wie Frösteln, Müdigkeit, Übelkeit oder Muskelschmerzen, die nach ein bis drei Tagen wieder abklingen. Der Impfschutz ist in 10-14 Tagen nach der Impfung aufgebaut. Personen ab 60 Jahren sowie Menschen mit Grundleiden wird empfohlen bei der Grippeschutzimpfung auch den Pneumokokken-Impfschutz überprüfen zu lassen, da Pneumokokken häufig als Erreger von Lungenentzündungen auftreten.

Nicht gegen Grippe geimpft werden dürfen Personen mit bekannter Überempfindlichkeit gegen Impfstoff- Bestandteile. Weiterhin sollte bei Personen mit schweren Impfnebenwirkungen nach vorhergehenden Influenza-Impfungen die Grippe-Impfung bis zur endgültigen Abklärung ausgesetzt werden. Bei akuten fieberhaften Infektionen sollte frühestens 2 Wochen nach der Genesung geimpft werden.

Grippesymptome 

Etwa ein bis vier Tage nach der Ansteckung beginnt eine Grippe meist plötzlich mit hohem Fieber sowie Kopf- und Gliederschmerzen. Charakteristisch sind auch trockener Reizhusten und eine ungewöhnlich starke Erschöpfung. Schweißausbrüche und Halsschmerzen können hinzukommen. Nach etwa fünf bis sieben Tagen klingen die Krankheitszeichen allmählich wieder ab, wenn keine zusätzlichen Infektionen hinzu kommen. Bis zur gänzlichen Erholung kann es in seltenen Fällen jedoch auch mehrere Wochen dauern.

Eine gefürchtete Komplikation der Grippe ist die Lungenentzündung durch das Virus selbst oder durch zusätzliche Erreger. Sie kann selten sogar innerhalb weniger Stunden zum Tod führen. Auch Entzündungen des Mittelohrs, des Gehirns oder des Herzmuskels sind mögliche Komplikationen einer Grippeerkrankung.