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Organspende

Nur wenige Menschen wollen sich bereits zu Lebzeiten damit beschäftigen, was nach ihrem Tod passiert. Doch gerade im Bereich Organ- und Gewebespende kann eine frühzeitige Entscheidung Leben retten. Denn derzeit warten rund 12.000 Menschen allein in Deutschland auf ein Spenderorgan. Und auch sie selbst können durch einen Unfall oder eine Krankheit in diese Situation geraten. Deshalb ist es wichtig, dass sich möglichst viele Menschen rechtzeitig mit dem Thema Organspende auseinander setzen.

Wer kann spenden?

Grundsätzlich kann jeder Mensch nach seinem Tod Organe spenden. Dazu muss der Hirntod von zwei unabhängigen Ärzten festgestellt werden. Erst danach wird entschieden, ob bzw. welche Organe zur Transplantation geeignet sind.

Eine Altersobergrenze gibt es bei der Organspende nicht. Jugendliche ab 14 Jahren können eine Organspende ablehnen, ab 16 Jahren können sie einer Organspende zustimmen. Auch bei älteren Menschen im Rentenalter spricht erst einmal nichts gegen eine Organspende. Denn das biologische Alter der Spender oder einzelner Organe kann durchaus unter dem kalendarischen Alter liegen. Zudem gibt es bei der zentralen Vermittlungsstelle Eurotransplant ein spezielles Programm, bei dem Organe älterer Spender an Menschen über 65 auf der Warteliste vergeben werden.

Nicht spenden dürfen Menschen mit akuter Krebserkrankung oder mit HIV-postivem Befund.

Was passiert bei der Organspende?

Zunächst müssen zwei Ärzte unabhängig voneinander den Hirntod des potenziellen Spenders feststellen. Beim Hirntod sind sämtliche Gehirnfunktionen bereits erloschen, nur das Herz-Kreislauf-System wird noch künstlich aufrecht erhalten. Dies ist nur bei rund einem Prozent der in Krankenhäusern versterbenden Menschen der Fall. Bei der überwiegenden Mehrheit kommt es zuerst zum Herzstillstand.

Wenn der Verstorbene zu Lebzeiten seine Zustimmung zur Organentnahme nach dem Tod gegeben hat, z. B. durch einen Organspendeausweis, kann nun untersucht werden, welche Organe sich zur Transplantation eigenen. Ist der Wille des Verstorbenen nicht bekannt, müssen die nächsten Angehörigen eine Entscheidung im Sinne des Verstorbenen treffen.

Die Vergabe der Organe richtet sich nach einer zentralen Warteliste, auf der alle Patienten und Patientinnen, die ein Spenderorgan benötigen, geführt werden. Über ihre Position auf der Liste entscheiden unter anderem Dringlichkeit der Transplantation und Erfolgsaussicht. Zudem müssen bei Spender und Empfänger eine ganze Reihe von Gewebemerkmalen, die so genannten HLA-Merkmale (Human Leucocyt Antigen), möglichst übereinstimmen, um die Wahrscheinlichkeit einer Abstoßungsreaktion im Körper des Empfängers zu reduzieren.

Wenn alle Voraussetzungen zur Organspende erfüllt sind, werden die entsprechenden Organe der verstorbenen Person in einer Operation entnommen und per Eilkurier in das Transplantationszentrum gebracht, wo der Empfänger in der Zwischenzeit bereits auf die Transplantation vorbereitet wurde.

Organspendeausweis

Einen Organspendeausweis erhalten Sie kostenlos in den meisten Apotheken und Arztpraxen. Sie können Ihn auch im Internet ausdrucken oder bestellen.

Auf dem Organspendeausweis können Sie nicht nur Ihre Zustimmung zur Entnahme von Organen ausdrücken, sondern sie auch einschränken oder der Entnahme widersprechen.

Egal wie Sie sich entscheiden, Sie sollten Ihren Willen auch nächsten Angehörigen oder Freunden mitteilen und den Organspendeausweis am besten im Portemonnaie bei sich tragen. So erleichtern Sie im Falle eines Falles Ärzten und Angehörigen die Entscheidung.


Weitere Informationen

Informationsflyer der Christlichen Krankenhäuser in Deutschland zum Thema Organspende.  

Informationsseite der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung. Hier können Sie sich auch online einen Organspendeausweis bestellen.