Klinikum Mutterhaus Ehrang

 

August-Antz-Straße 22 
54293 Trier

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Interdisziplinäre Leistungen des Beckenbodenzentrums

Abteilung für Gynäkologie und Geburtshilfe

Dr. med. Anne-Marie Weber, Oberärztin der Abteilung für Gynäkologie und Geburtshilfe, leitet als ermächtigte Ärztin das Beckenbodenzentrum am Klinikum Mutterhaus Ehrang.

Das Beckenbodenzentrum bietet seit Jahren einen fest etablierten Schwerpunkt im Bereich der der Diagnostik und der Therapie der Harninkontinenz und der Beckenbodeninsuffizienz an.

Das Beckenbodenzentrum ist Teil des Moselzentrums für Kontinenz, auf diese Weise kann eine interdisziplinäre Patientenbetreuung gewährleistet werden.

Mitgliedschaften: Deutsche Kontinenzgesellschaft, Arbeitsgemeinschaft für Urogynäkologie und plastische Beckenbodenrekonstruktion (AGUB) der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe, Berufsverband der Frauenärzte

Das bisherige operative Spektrum der Inkontinenztherapie und Beckenbodenrekonstruktion umfasst folgende Eingriffe:

  • Hysterektomie (vaginal, laparoskopisch: LAVH, LASH, TLH, offen chirurgisch)
  • Kolporrhaphien
  • Sakrospinale Fixation nach Amreich-Richter
  • Spannungsfreie Schlingen-OP (TVT u.a.)
  • In schwierigen Fällen oder bei Rezidiven Korrektur der Senkung bzw. des Vorfalls mit netzgestützter Chirurgie

Abteilung für Allgemein- und Viczeralchirurgie

Der Chefarzt Dr. med. Janus Patas ist Mitglied der Deutschen Kontinenz Gesellschaft und Deutschen Koloproktologischen Gesellschaft. Seit 2001 kann das Klinikum mit ihm einen koloproktologischen Schwerpunkt ausweisen.

Das bisherige chirurgische Spektrum der Beckenbodenrekonstruktion umfasst folgende Eingriffe:

  • Sigmaresektion (laparoskopisch und konventionell)
  • Rektumresektion (anteriorer und posteriorer Zugang)
  • Rektopexie (laparoskopisch und konventionell)
  • Rektozelen-Operation nach Sullivan
  • Operative Rekonstruktion des Schließmuskels

Abteilung für Innere Medizin

Die Abteilung hält mit Sektionsleiter Dr. med. Sören Westrich einen gastroenterologischen Schwerpunkt vor. Für die Behandlung von Beckenbodenpatienten ist die Zusammenarbeit im Bereich der Koloskopie, aber auch im Bereich eventueller internistischer Grunderkrankungen und Risikofaktoren, wie zum Beispiel chronischer Husten, erforderlich.

Radiologische Praxis Fischer & Fischer

Die radiologische Praxis Fischer und Fischer befindet sich seit April 2003 am Klinikum Mutterhaus Ehrang. Das Beckenbodenzentrum benötigt aus dem Spektrum der Praxis u.a. kernspintomographische- und CT-Untersuchungen, Kolonkontrastuntersuchungen und Defäkografien.

Abteilung für Physikalische Therapie

Das Klinikum Mutterhaus Ehrang bietet Beckenbodengymnastik-Kurse und umfangreiches Informationsmaterial für ambulante Patienten an. Die Patienten des Beckenbodenzentrums erhalten im Bedarfsfalle nach dem Erstkontakt ein Rezept für Beckenbodengymnastik. Ziel ist es, die Patientinnen während des Kurses soweit zu motivieren, dass sie die  Wichtigkeit der regelmäßigen Übungen internalisieren und diese aus Eigeninitiative weiterführen. Diese bleiben lebenslang ein wichtiger Pfeiler der Sekundärprophylaxe. Die Kurse kosten für sechs Mal 45 Minuten 25,00 € und können zum Teil über die gesetzlichen Krankenkassen abgerechnet werden. Die Patienten erhalten zudem Informationen über Bedeutung von Ausdauersport und die Umstellung der Lebensweise.

Die Abteilung für Physiotherapie bietet darüber hinaus für stationäre Beckenbodenpatienten und Wöchnerinnen Beckenbodengymnastik an.

Ernährungsberatung und Sport

Das Angebot umfasst Beratung und Anleitung zur Gewichtsreduktion bei Adipositas und zur Obstipationsprophylaxe. Aktuell werden die Beckenbodenpatientinnen sowohl von ärztlicher als auch von physiotherapeutischer Seite flankierend beraten. Die professionelle Hilfe umfasst ebenso Einzel- wie Gruppenberatungen und –angebote in Fragen gezielter Ernährung und Physiotherapie bzw. Sport durch Melanie Bergweiler. Frau Bergweiler ist Dipl. Pädagogin und Ernährungsberaterin (UGB) sowie Nordic-Walking Instructorin.

Psychologische-sexualpädagogische Beratung

Im Rahmen der urogynäkologischen Basisuntersuchung wird regelmäßig die Sexualanamnese erhoben und auf die speziellen Probleme, die durch die Beckenbodenerkrankung hervorgerufen werden können, eingegangen. Sollte sich eine tiefer gehende Störung, die zum Beispiel auf sexuellen Missbrauch oder Ähnliches zurückzuführen ist, zeigen, wird in Absprache mit der Patientin Kontakt zur sexualpädagogischen Beratungsstelle (Pro Familia) oder zu einer Psychotherapeutin hergestellt.

Selbsthilfegruppe

Kontakte von interessierten Patienten des Beckenbodenzentrums können über das Sekretariat des Beckenbodenzentrums vermittelt werden.