Klinikum Mutterhaus Mitte

 

Feldstraße 16
54290 Trier

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Aufnahmestation / geschlossene Station E4

Vorgesehen für Patienten mit schwer ausgeprägten psychiatrischen Erkrankungen

Aufgenommen werden überwiegend ältere Kinder und Jugendliche (ca. 13-18 Jahre) mit psychischen Auffälligkeiten, die mit einer erhöhten Eigen- und Fremdgefährdung einhergehen. Diese Station bietet den benötigten besonders geschützten Rahmen.

Beispiele:   

  • Patienten mit akuter Suizidalität
  • Patienten mit ausgeprägt aggressiven Impulsen
  • Patienten mit akut psychotischer Symptomatik
  • Patienten mit Persönlichkeitsstörungen vom Borderline-Typ mit gravierenden Selbstverletzungstendenzen
  • Patientinnen mit Anorexia nervosa in deutlich reduziertem Allgemein- und Ernährungszustand
  • Patienten zum körperlichen Entzug bei Abhängigkeitserkrankungen
  • Patienten mit deliranter Symptomatik nach Konsum von Alkohol oder illegalen Drogen oder Intoxikationen, wobei expansives Verhalten im Vordergrund steht sowie ein intensives Monitoring der Vitalparameter erforderlich ist

Diese geschlossen geführte Station verfügt über angemessene Möglichkeiten (personeller und räumlicher Art) zur Krisenintervention. 

Diagnostik:

Es ist nicht immer einfach die komplexen Zusammenhänge aus biologischen, entwicklungspsychologischen, genetischen und psychosozialen Faktoren, die am Zustandekommen einer psychiatrischen Störung beteiligt sind, zu erkennen und in ihrer Bedeutsamkeit einschätzen zu können. Ein solches Bedingungsmodell ist unerlässlich, um therapeutische Maßnahmen individuell und differenziert auf den Patienten und dessen Lebenssituation abstimmen zu können. Immer muss ein individueller Behandlungsplan (gemeinsam durch Therapeut, Co-Therapeut und pädagogisch-pflegerischen Dienst) erstellt werden, mit dem Ziel Entwicklungsprozesse zu fördern.

Zunächst ist daher eine Zeit bis zu maximal zwei Wochen für diagnostische Maßnahmen vorgesehen und in einigen Fällen kann hier bereits die stationäre Behandlung beendet sein. Die Befunde und Diagnosen werden mit den Patienten und Sorgeberechtigten besprochen und der Wechsel in ein anderes Setting (weiterhin stationär, teilstationär, ambulant oder Initiierung von Jugendhilfemaßnahmen) wird eingeleitet.

Stationäre Behandlung:

Anhand des in der diagnostischen Phase erarbeiteten Bedingungsmodells sollen auslösende und aufrechterhaltende Faktoren verändert und falls notwendig medikamentöse Behandlungen eingeleitet werden (falls nicht aufgrund einer akuten psychotischen Störung bereits erfolgt). Ziel soll die bereits oben erwähnte Förderung von Entwicklungsprozessen unter Würdigung und Beachtung der Symptomatik des Patienten und aller seiner Ressourcen, derjenigen der Familie und des weiteren Umfeldes sein. Der Schwerpunkt liegt hier in der Integration schwer erkrankter Jugendlicher und stützt sich auf Soziotherapie, verhaltensmodifizierende Interventionen, psychoedukative Maßnahmen und Psychopharmakotherapie.  


Informationen zum Download

...für Jugendliche

...für Eltern

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