Klinikum Mutterhaus Mitte

 

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Epilepsien im Kindesalter

Der Begriff „Epilepsie“ stammt aus dem Griechischen und bedeutet „auf etwas fallen, umfallen, von etwas plötzlich heftig ergriffen sein“. Ca. 1 % aller Menschen sind an einer Epilepsie erkrankt. Bei ca. 5% aller Menschen kommt es im Verlauf ihres Lebens zu mindestens einem Krampfanfall. Etwa 50% der Epilepsien beginnen im Kindes- und Jugendalter. Die Epilepsie ist die häufigste chronische neurologische Erkrankung in dieser Altersgruppe.

Epileptische Anfälle entstehen im Gehirn. Die Informationsübertragung zwischen den vielen Milliarden Nervenzellen folgt nach einem festen Plan aus Erregung und Hemmung. Werden die Prozesse an den Synapsen/Verbindungsstellen gestört, können die Nervenzellen ihre gesteigerte Aktivität nicht mehr unterdrücken und es kommt zu einer sich explosionsartig ausbreitenden Erregung großer Nervenzellverbände oder auch des gesamten Gehirns.
Nicht jeder epileptische Anfall ist gleichzusetzen mit einer Epilepsie. Tritt z.B.ein Krampfanfall nur in einer bestimmten Situation auf, sprechen wir von „Gelegenheitsanfall“. Die häufigste Form der Gelegenheitsanfälle sind die Fieberkrämpfe zwischen dem 1. und 5. Lebensjahr.

Dr. Löhr-Nilles In: Frühgeborene und Schule.
(Quellen: „einfälle“; Bei Tim wird alles anders, Heinen ; Unser Kind hat Anfälle, Matthes / Schneble)