Klinikum Mutterhaus Mitte

 

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Therapie der Epilepsie

  • Ziel einer medikamentösen Therapie ist Anfallsfreiheit mit möglichst geringen oder keinen Nebenwirkungen zu erreichen. Abhängig von der Art der Epilepsie, dem Alter und der Grunderkrankung muss eine medikamentöse Therapie zeitnah eingeleitet werden. Das Medikament wird langsam eindosiert unter genauer Beobachtung des Kindes. Führt eine Monomedikation nicht zum Erfolg, wird in einer Umstellungsphase ein weiteres Medikament entweder dazugegeben (Kombinationstherapie) oder gegen das erste schrittweise ausgetauscht. Eine mindestens 2-jährige Anfallsfreiheit sollte vor einer möglichen langsamen Reduktion erreicht sein. 
  • Bestimmte Epilepsieformen können spezielle Therapien erfordern. So kann bei einer BNS-Epilepsie Cortison zum Einsatz kommen. Schwer einstellbare Epilepsie sprechen vereinzelt auf ketogene Diät (hoher Fettanteil in der Nahrung) gut an. Ein Vagusnervstimulator wird diskutiert, wenn die medikamentöse Therapie nicht ausreichend hilft. Ein implantierter Stimulator sendet dabei elektrische Impulse zum Gehirn.
  • Homöopathie kann die genannten Maßnahmen unterstützen.
  • Epilepsiechirurgie kommt zum Einsatz, wenn umschriebene Gewebeveränderungen im Gehirn (Narben, gestörte Hirnanlage) ursächlich für die Epilepsie sind und deren Entfernung ohne größere Verletzung von gesundem Hirngewebe möglich ist.

Neben den genannten Therapiemaßnahmen, ist es  besonders wichtig, die Auswirkungen auf den psychischen und sozialen Bereich der betroffenen Kinder und ihrer Familie im Auge zu behalten. Hierzu gehört neben einer umfassenden Schulung und Aufklärung der Patienten und ihrer Familie eine gute Integration in Kindergarten, Schule und Beruf.