Klinikum Mutterhaus Mitte

 

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Hallux rigidus (hallux=lat. große Zehe, rigidus=lat. steif) und Großzehengrundgelenksarthrose

Durch abnutzungsbedingten Verschleiß kommt es zu einer schmerzhaften Bewegungseinschränkung des Großzehengrundgelenks. Das Großzehengrundgelenk ist geschwollen und schmerzhaft und führt zu einer schmerzhaften Bewegungseinschränkung. Durch das veränderte Gangbild können Knie-  und Hüftgelenkbeschwerden entstehen.

In den frühen Stadien kann durch tägliche Übungen die Beweglichkeit des Gelenkes verbessert werden. Durch das Tragen von Einlagen (Rigidus-Feder) kann es zusätzlich entlastet werden. Wenn die konservative Therapie zu keiner Linderung führt, gibt es, je nach Schweregrad der Arthrose, verschiedene Operationen um diese zu behandeln (dorsale Keilresektion, Osteotomien, künstliches Gelenk). 

Die Therapie des Hallux rigidus erfordert ein differenziertes Vorgehen:

Einlagen

Eine spezielle Karboneinlage führt zu einer Minderbelastung des Großzehengrundgelenks und ist in frühen Stadien indiziert. Begleitend wird eine spezielle Bewegungstherapie durchgeführt. Sollte es nicht zu einer ausreichenden Verbesserung kommen, gibt es verschiedene Operationsverfahren, welche zu einer sicheren Beschwerdereduktion führen.

Dorsale Keilresektion (Cheilektomie)

Hierbei werden die entzündete Schleimhaut und der neu gebildete Knochen entfernt. Dadurch wird eine deutliche Reduktion der Schmerzen und eine Verbesserung der Beweglichkeit erzielt. Im Anschluss kann der Fuß direkt belastet werden.

Osteotomien

In frühen Stadien kann eine stellungsverändernde, gelenkerhaltende Knochenkorrektur in Frage kommen, welche die Beweglichkeit verbessert und die Schmerzen reduziert.

Stabilisierung (Arthrodese)

Durch eine Stabilisierung des Großzehengrundgelenkes ist wieder ein schmerzfreies und kraftvolles Abrollen möglich. Hierbei wird das zerstörte Gelenk verblockt und führt zu einer dauerhaften Beschwerdefreiheit.

Künstliches Gelenk (Endoprothese)

Alternativ zur Stabilisierungsoperation ist in fortgeschrittenen Stadien auch der Einsatz eines künstlichen Gelenks möglich. Hierbei kann die Beweglichkeit erhalten bleiben.