Klinikum Mutterhaus Mitte

 

Feldstraße 16
54290 Trier

Telefon 0651 947-0

E-Mail senden

 

Hallux valgus

Beim Hallux valgus oder auch Großzehenballen schiebt sich das Grundgelenk der Großen Zehe nach innen und wird als mehr oder weniger starke Wölbung sichtbar – der Zeh selbst dreht sich dabei nach innen. Dies stellt nicht nur ein kosmetisches Problem dar. Je länger die Fehlstellung andauert und je deutlicher sie sich ausprägt, desto mehr werden die natürlichen Funktionen des Fußes beeinträchtigt. Es kommt zu Schmerzen und Entzündungen. Ursächlich sind häufig zu enge Schuhe und Veranlagung. Frauen sind zehnmal häufiger betroffen als Männer. Ausgeprägte Hallux valgus Deformitäten lassen sich oft nur noch durch einen operativen Eingriff beheben. Welche Operationsmethode in Ihrem Fall die geeignetste ist, hängt von der Art und Schwere der Fehlform und nicht zuletzt von Ihren Bedürfnissen und Lebensgewohnheiten ab. Mit allen Operationsverfahren lässt sich die Fehlstellung der Großzehe beheben.

Die Hallux valgus Deformität wird differenziert nach dem Schweregrad der Fehlstellung behandelt. Hier einige Beispiele der operativen Verfahren:

Reverdin-Umstellungsoperation

In den meisten Fällen ist eine subkapitale Korrekturoperation nach Reverdin in Kombination mit einem komplexen Weichteileingriff ausreichend. Die Fixation des Knochenschnitts wird mit einem bioresorbierbaren Implantat oder einer Titankompressionsschraube durchgeführt, eine Metallentfernung ist nicht notwendig. In diesen Fällen ist im Anschluss eine Mobilisation mit einem Vorfußentlastungsschuh ohne Unterarmgehstützen möglich.

Basisnahe Umstellungsoperation

Bei höhergradigen Deformitäten wird eine basisnahe Umstellungsoperation in Kombination mit einem Weichteileingriff notwendig. Hier wird eine winkelstabile Titanplatte eingesetzt, die ebenfalls eine sofortige Belastung im Therapieschuh erlaubt.

Lapidus-Arthrodese

Bei einer Gelenkinstabilität zwischen der Fußwurzel und dem Mittelfuß, ist eine Stabilisierung des ersten Fußwurzelgelenks nach Lapidus nötig, in Kombination mit einem Weichteileingriff. Diese Verfahren erlaubt auch extreme Fehlstellungen operativ sicher zu korrigieren.

Akin-Osteotomie

Findet sich die Fehlstellung im Zeh selbst (Hallux valgus interphalangeus), reicht manchmal eine keilförmige Umstellung des Großzehengrundgliedes aus.

Kombinationseingriffe

Bei starken Fehlstellungen wird nicht selten eine Kombination aus den o.g. Techniken als so genannte Doppelosteotomie durchgeführt.

Eine spezielle Schmerztherapie, Krankengymnastik, Lymphdrainage und physikalische Anwendungen helfen Ihnen bei allen Operationen schmerzfrei und zügig Ihre volle Mobilität wieder zu erlangen.