Klinikum Mutterhaus Mitte

 

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Sprunggelenk

Schmerzen im oberen Sprunggelenk können verschiedene Ursachen haben. Häufige Ursachen sind die Folgenden:

Die Osteochondrosis dissecans (OD):

Die OD kann Ihren Ursprung in einer Verletzung oder einer Durchblutungsstörung der Knorpel-Knochengrenzschicht haben. Es kommt zu anhaltenden Belastungsschmerzen im oberen Sprunggelenk. Im unbehandelten Spätstadium kann es zur Auslösung einer Knochen-Knorpelstückes und damit zu einem freien Gelenkkörper, einer so genannten Gelenkmaus kommen. Mit einer Spiegelung des Oberen Sprunggelenks (Arthroskopie) lässt sich die Erkrankung in der Regel gut therapieren.

Außenbänderverletzung:

Der Riss der Außenbänder am Sprunggelenk, ist eine der häufigsten Sportverletzungen und kann fast immer konservative ausbehandelt werden. Bei bestimmten Begleitverletzungen (Riss des Syndesmosenbandes, Verletzungen des Knorpels, in das Gelenk eingeschlagene Bandanteile, Luxation der Peronealsehnen, …) allerdings ist eine zügige Operation dringend erforderlich. 

Die chronische Außenbandinstabilität muss in der Regel operativ behandelt. Hierbei werden die Außenbänder plastisch rekonstruiert. Im Einzelnen kann dies durch eine anatomische Rekonstruktion der Narbenplatte (Broström), das Verwenden von Knochenhaut (Periostlappen), die Verstärkung durch körpereigene Sehnen (Peronealsehnenanteil z. B. nach Watson-Jones) oder ein Kollagenvlies erreicht werden.

Sprunggelenks-Arthrose:

Eine fortgeschrittener Arthrose des oberen Sprunggelenkes kann mit einem Arthrodeseschuh immobilisiert werden. Dies führt oft zu einer Beschwerdelinderung. Bei persistierenden Schmerzen muss die Möglich für ein künstliches Gelenk geprüft werden. Sollte dies nicht sinnvoll sein, wird das Gelenk versteift (= Sprunggelenksarthrodese), was eine schmerzfreie und volle Belastbarkeit ermöglicht. Der Vorteil des Kunstgelenkes (= Sprunggelenksprothese) besteht im Erhalt der Gelenkbeweglichkeit. Damit kann der Fuß weiterhin abgerollt werden, was für ein normales  Gangbild erforderlich ist.

Kunstgelenke (Endoprothesen)

Bei fortgeschrittener Arthrose im oberen Sprunggelenk und Grundgelenk der Großzehen ist es möglich, diese Gelenke mit einem künstlichen Gelenk zu ersetzen. Insbesondere am oberen Sprunggelenk sind durch die Weiterentwicklung der Prothesenkomponenten und der Implantationstechnik sehr gute und langfristige Operationsergebnisse möglich. Deshalb sollte bei noch vorhandener Gelenkfunktion der Gelenkersatz angestrebt werden. Die Biomechanik, das heißt das Abrollverhalten des Fußes, bleibt erhalten.