Klinikum Mutterhaus Mitte

 

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Verschleiß des Schultereckgelenkes (Arthrose des Acromioclaviculargelenkes)

Das Schultereckgelenk besteht aus zwei artikulierenden Gelenkflächen (Schulterdach, sog. Acromion und seitliches Schlüsselbeinende, sog. Clavicula). Als Gelenkzwischenscheibe schützt der Discus die Gelenkflächen vor einem Abrieb. Diese wird jedoch ab dem 20. Lebensjahr bereits durch Alltagsbelastungen verschlissen, so dass bei einem Großteil der über 40-jährigen keine Zwischenscheibe mehr gefunden werden kann. Man kann bei fast allen über 50-jährigen eine Arthrose im Akromioklavikulargelenk nachweisen. Damit zählt das Schultereckgelenk zu den am häufigsten von Arthrose betroffenen Gelenken. Der Großteil der Patienten hat dadurch aber keinerlei Beschwerden.

Symptome

Ein Teil beschreibt und klagt über zunehmende Nachtschmerzen. Zusätzlich kann der Patient nicht mehr auf der betroffenen Seite schlafen Das Einschlafen und Durchschlafen wird zum Problem.

Therapie

Zunächst stehen konservative Therapieversuche im Vordergrund. Infiltrative Maßnahmen nehmen hier einen hohen Stellenwert ein.

Ist der konservative Therapieversuch ohne Erfolg, besteht die Möglichkeit die Arthrose des Schultereckgelenkes operativ zu lösen. Hierbei wird in aller Regel endoskopisch das seitliche Schlüsselbein geglättet und gekürzt, so dass sich die beiden Gelenkpartner nicht mehr berühren. In seltenen Fällen wird für den gleichen Operationsschritt ein offenes Verfahren notwendig.

Verletzungen des Schultereckgelenkes

Bei Stürzen auf das Schultergelenk, z. B. im Rahmen von Sportunfällen (z. B. Mountainbiken) kommt es häufig zu Verletzungen des Schultereckgelenkes. Dies ist die Verbindung zwischen Schulterblatt (Akromion) und Schlüsselbein (Klavikula).

Therapie

Bei milden Formen mit Zerreißung der Gelenkkapsel genügt eine konservative Therapie mit kurzfristiger Ruhigstellung und Krankengymnastik bis zur Ausheilung.

Ist es zum Zerreißen des ligamentären Komplexes (der Bänder) gekommen, resultiert häufig eine höhergradige Instabilität mit Schmerzen. Oft wird auch eine zunehmende „Beule“ mit Hochstand des Schlüsselbeines (sog. Klaviertastenphänomen) als kosmetisch störend empfunden. Hierbei ist die operative Stabilisierung die Therapie der Wahl. Es gibt eine Vielzahl von Operationsmethoden. In den meisten Fällen ist eine endoskopisch-assistierte minimal-invasive Stabilisierung mit Spezialimplantaten und in chronischen Fällen mit Hilfe einer Verstärkung mit körpereigener Sehne (Gracilissehne) möglich.