Klinikum Mutterhaus Mitte

 

Feldstraße 16
54290 Trier

Telefon 0651 947-0

E-Mail senden

 

Auskugelung des Schultergelenkes und Schulterinstabilität

Unter einer Schulterluxation versteht man das Auskugeln des Schultergelenkes. Hierbei kommt es zu einer Dehnung der Gelenkkapsel und einem Einriss und/oder Abriss der Gelenklippe (Labrum glenoidale).

Symptome:

Dies führt wiederum zur chronischen Instabilität. Es reichen Bagatellebewegungen, um eine Auskugelung des Schultergelenkes zu bewirken. Insbesondere junge und aktive Patienten neigen zur wiederholten und damit chronischen Instabilität des Schultergelenkes. Hierbei kann es jeweils zu einer erneuten Schädigung des Knorpels mit dauerhaften Einschränkungen kommen.

Therapie:

Die Therapie richtet sich nach der Sport- und Alltagsaktivität, dem Alter und der Verletzungsform. Somit ist die geeignete Therapie sehr individuell zu stellen.

Konservative Therapien bedeuten einen Aufbau der Muskulatur um das Schultergelenk mit aktiven Stabilisatoren zu schützen. Hier ist ein Erlernen der Therapien im Rahmen einer krankengymnastischen Therapie sinnvoll. Im Anschluss muss der Patient die erlernten Übungen im Rahmen eines Fitnessstudios, oder medizinischen Trainingszentren regelmäßig über mehrere Monaten fortführen.

Operative Maßnahmen:

Operative Maßnahmen werden heute rein arthroskopisch (Schlüsselloch-Prinzip) durchgeführt. Hierbei wir die abgerissene Gelenklippe arthroskopisch mit zwei bis drei Bio-Ankern angenäht. Dies hat deutliche Vorteile für den Patienten. Keine Durchtrennung von Muskeln und Sehnen, geringere Gefahr von Nerven- und Gefäßverletzungen, weniger Schmerzen und eine schnellere Rehabilitation.

Sollte es durch häufige Auskugelungen zu einem höhergradigen Knochenverlust des Schultergelenkes gekommen sein, sind erweitere offene Operationen notwendig. Ziel ist es hierbei die Knochensubstanz zu optimieren.