Klinikum Mutterhaus Mitte

 

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Schultersteife

Die Steife des Schultergelenkes ist eine eigenständige Erkrankung. Unbehandelt ist sie in manchen Fällen selbstlimitierend und es kommt nach einigen Jahren zur Spontanheilung.

Es handelt sich um eine akute Entzündung der Gelenkkapsel, die in verschiedenen Stadien abläuft. Die Ursache der Erkrankung ist noch nicht abschließend geklärt.

Bekannt ist, dass die Schultersteife in Zusammenhang mit Unfällen, entzündlichen Prozessen (z. B. Kalk, Impingement), Stoffwechselerkrankungen und Ruhigstellungen gehäuft beobachtet wird.

Symptome

Die Erkrankung läuft in drei verschiedenen Stadien ab. Zunächst kommt es zu einer massiven Schmerzreaktion. Der Patient hält den Arm in Schonhaltung und wird immobil. Im Anschluss daran reduziert sich der Schmerz und das Schultergelenk steift zunehmend ein. Nach einigen Jahren kann es dann wiederum zu einer Zunahme der Beweglichkeit kommen. Ob und wann, bleibt unklar.

Therapie

Die Therapie richtet sich nach der Erkrankungsphase: In der ersten Phase sollte eine schmerzlindernde und entzündungshemmende Therapie (Medikamente) eingeschlagen werden. Im schmerzgelinderten Intervall (zweite Phase) beginnt dann die Krankengymnastik und physikalische Therapie.

Sollte dies zu keinem Erfolg führen (drei Monate), ist gegebenenfalls eine Mobilisation des Schultergelenkes zu überdenken. Dieser Eingriff kann je nach Erkrankungsbild mit einer gleichzeitigen arthroskopischen Operation kombiniert werden.

Wichtig zu wissen ist, dass die Schultersteife mit der Operation nicht automatisch behoben ist. Im Anschluss an die Operation steht der Patient in der Pflicht mit Engagement die erreichte Beweglichkeit halten zu müssen. Dies geht nur mit regelmäßiger Krankengymnastik UND tagtäglichem Eigentraining.

Nur so ist es möglich einen maximalen Behandlungserfolg zu erzielen.