Klinikum Mutterhaus Mitte

 

Feldstraße 16
54290 Trier

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Für wen kommt eine operative Maßnahme in Frage?

  • Sie sind zwischen 18 und 65 Jahre alt.
  • Ihr BMI ist größer als 40 kg/qm.
  • Ihr BMI ist größer als 35kg/qm und Sie leiden an Gesundheitsproblemen, die mit schwerem Übergewicht verbunden sind, z.B. Diabetes, Gelenkprobleme, Herzprobleme oder Schnarchen mit regelmäßigem Aussetzen der Atmung (Schlafapnoe). 
  • Sie leiden seit über fünf Jahren an Übergewicht. 
  • Sie haben bereits ernsthaft versucht abzunehmen, möglicherweise mit Erfolg, aber Sie konnten das reduzierte Gewicht nicht halten. 
  • Sie haben keine andere Krankheit, die für das Übergewicht verantwortlich sein könnte.  
  • Sie sind bereit, Ihre Ess- und Lebensgewohnheiten drastisch zu ändern und sich auch weiterhin vom behandelnden Facharzt überwachen zu lassen.  
  • Es liegt kein übermäßiger Alkoholkonsum vor und
  • Sie nehmen keine "bewusstseinserweiternden" Substanzen.

Patientenauswahl

Die Patientenauswahl erfolgt dabei nach strengen Kriterien.

Evaluation konservativer Maßnahmen

Vor Indikationsstellung sollten Sie als Patientin/Patient (entsprechend der aktuellen Leitlinien) nachgewiesenermaßen  über mindestens sechs bis zwölf Monate konsequent konservative Therapiemaßnahmen durchgeführt haben. Hierzu zählen insbesondere eine konsequente Teilnahme an betreuten Diätprogrammen, eine konsequente Bewegungstherapie und evtl. auch die Teilnahme an stationären Kuraufenthalten. Sie sollten zudem bereit sein, ihre Essgewohnheiten drastisch zu verändern und sich regelmäßig ärztlichen Nachuntersuchungen zu unterziehen.

Psychosomatische Evaluation

Vor einer evtl. operativen Therapie erfolgt eine intensive psychosomatische Exploration und Evaluation der Patienten. Diese kann gerne durch die Leitende Dipl.-Psychologin des Klinikums Mutterhaus, Brigitte Bogdanski, durchgeführt werden. Es erfolgt der Ausschluss einer Depression, Psychose, Suchterkrankung oder Essstörung. Erscheint eine Psychotherapie hinsichtlich einer Essstörung aussichtsreich, so wird diese zunächst der operativen Therapie vorgezogen. Wobei Essstörungen, insbesondere das binge-eating-Syndrom nicht grundsätzlich eine Kontraindikation für chirurgische Maßnahmen darstellen.

Endokrinologische Abklärung

Für den Erfolg einer operativen Maßnahme ist der Ausschluss einer hormonellen Ursache der Adipositas (z. B. Hypothyreose, Cushing-Syndrom) und einer medikamentösen Ursache (z. B. Antidepressiva, Neuroleptika, Antidiabetika, Glucocorticoide, Betablocker) erforderlich. Es erfolgt daher im Vorfeld eine ausführliche endokrinologische Untersuchung. Ergibt sich eine endokrine Störung, so wird diese selbstverständlich vorrangig behandelt.

Evaluation der Compliance

Auch müssen Sie ausreichend motiviert und vollständig über die chirurgischen Verfahren, ihre Risiken und langfristigen Konsequenzen aufgeklärt sein. Hierzu erfolgt eine mehrfache Beratung in den Sprechstunden des Adipositaszentrums des Klinikums Mutterhaus der Borromäerinnen.

Präoperative Risikoevaluation

Um das mit dem  Wahleingriff verbundene Operationsrisiko zu minimieren, wird das Operationsrisiko vor einer Operation individuell (kardiologisch, pulmonologisch, anästhesiologisch) evaluiert.