Klinikum Mutterhaus Mitte

 

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Die Wahl des Operationsverfahrens

Verschiedene operative Verfahren stehen zur Behandlung der krankhaften Fettleibigkeit zur Verfügung und werden in der Chirurgie I des Klinikums Mutterhaus der Borromäerinnen angeboten. In den meisten Fällen können die Operationen mit der minimal-invasiven, laparoskopischen Operationstechnik durchgeführt werden.

Ziel der operativen Verfahren ist es, die Menge und Ausnutzung der Nahrung im Körper einzuschränken.

Grundsätzlich gibt es zwei Prinzipien, den Verdauungstrakt dahingehend zu verändern, dass es zu einer Gewichtsabnahme kommt.

1. Verkleinerung des Magenvolumens (Restriktion) mit einer beschleunigten Sättigung

  • verstellbares Magenband
  • Schlauchmagen

2. Verkleinerung des Magenvolumens (Restriktion) und Verkleinerung der Nahrungsaufnahmefläche des Darmes (Malabsorbtion)

  • Magen-Bypass-Operation

Die Entscheidung, welches operative Verfahren – restriktiv oder Kombination von Restriktion und malabsorptiv – im Einzelfall für einen Patienten geeignet ist, hängt von dessen Wünschen, dem BMI, dem individuellen Risiko, dem Essverhalten, dem Alter und den Begleiterkrankungen ab. Hier sind keine Entscheidungskriterien evaluiert. Gerne beraten wir Sie in unserer Adipositassprechstunde individuell.

Ergebnisse

Die Effektivität adipositas-chirurgischer Maßnahmen ist durch eine Vielzahl klinischer Studien belegt. Je nach Verfahren beträgt die Gewichtsreduktion zwischen 21-38 kg nach einem Jahr und bis zu 15-28 kg nach zehn Jahren. Berechnet man den Verlust an exzessivem Körpergewicht (EWL = exessive weight loss) beträgt dieser beim Magenband 41–54%, beim Magenbypass 62–75%. Zu betonen ist hier, dass derzeit Langzeitergebnisse über 10 Jahre publiziert sind!

Die chirurgische Behandlung der Adipositas führt neben der Gewichtsreduktion zu einer signifikanten Besserung von Begleiterkrankungen wie Typ2-Diabetes mellitus, Bluthochdruck, Fettstoffwechselstörungen, obstruktives Schlafapnoe-Syndrom und zur Reduktion des relativen Mortalitätsrisikos um bis zu 89%.
Auch hier liegen mittlerweile 10-Jahres-Ergebnisse vor. Besonders extrem adipöse Patienten mit einem Diabetes Typ-2 profitieren von adipositas-chirurgischen Maßnahmen.