Klinikum Mutterhaus Mitte

 

Feldstraße 16
54290 Trier

Telefon 0651 947-0

E-Mail senden

 

Das verstellbare Magenband

Das schwedische Magenband ist aus Silikon. Es wird um den oberen Teil des Magens gelegt und schränkt die Magenkapazität erheblich ein. Da die Öffnung zum Restmagen und zum Verdauungstrakt verkleinert ist, verlässt die im Magen befindliche Nahrung den Magen verzögert und gelangt auch langsamer in den Darm. Deshalb tritt schon bald ein Sättigungsgefühl ein. Die Innenseite des Bandes ist mit einer Flüssigkeit auffüllbar.

Dieser auffüllbare Teil wird über ein Reservoir von außen gefüllt. Dieses fünfcentstück große Reservoir (Port) liegt unter der Haut und ist über einen feinen Schlauch mit dem schwedischen Magenband verbunden. Der Chirurg kann die Flüssigkeitsmenge im Band von außen kontrollieren. Dazu sticht er mit einer dünnen Nadel durch die Haut in das Reservoir. Ist das Band zu eng, zieht der Chirurg einen Teil der Flüssigkeit heraus. Ist das Band zu locker (wenn Sie zu wenig abnehmen) und engt den Magen nicht genügend ein, kann das Band durch Hinzufügen weiterer Flüssigkeit enger gestellt werden. Für das Auffüllen der Flüssigkeit ist keine Narkose erforderlich. Es erfolgt meist unter Durchleuchtungskontrolle.

Ein von außen verstellbares Band verengt den Magen knapp unterhalb der Speiseröhre, reduziert so die Magenkapazität und schränkt die Nahrungsaufnahme entscheidend ein. Es entsteht ein kleiner Vormagen, der sich schnell füllt. Der gefüllte Magen funkt ein Signal zum Gehirn, das ein Sättigungsgefühl herstellt.

Das schwedische Magenband kann aufgrund seiner Eigenschaften ein Leben lang im Körper verbleiben.

Vorteile des Magenbands

Die Verkleinerung des Magens ist eine technische Essbremse. Das Magenband macht es unmöglich, weiterhin so viel zu essen wie vorher. Dennoch gelangt die Nahrung auf normalem Weg in den Körper. Auswertung und Verdauung der Nahrung finden auf natürlichem Wege statt. Langjährige Erfahrungen haben gezeigt, dass sich ein schwedisches Magenband problemlos mit der Schlüsselloch-Technik einsetzen lässt. Der Patient hat nur wenige kleine Schnitte, kaum Schmerzen, kann zügig wieder aufstehen und das Krankenhaus nach wenigen Tagen verlassen.

Von allen Operationen zur Reduzierung des Magenvolumens ist das schwedische Magenband am risikoärmsten. Der Magen wird nicht dauerhaft durchtrennt oder abgeklammert. Da das Band mit der Schlüsselloch-Chirurgie eingesetzt wird, sind keine großen Hautschnitte erforderlich und es entstehen keine großen Narben.

Das schwedische Magenband - wie es funktioniert

Das verstellbare schwedische Magenband wird durch einen operativen Eingriff um den Magen gelegt und verringert so die Kapazität des Magens. Dadurch kann der Magen weniger Nahrung aufnehmen. Erhält der Körper weniger Nahrung, greift er seine eigenen Fettreserven an, um sich mit der notwendigen Energie zu versorgen. Das Resultat: Gewichtsverlust.

Von allen chirurgischen Verfahren ist diese Methode die einfachste und mit dem niedrigsten Komplikationsrisiko. Ein großer Vorteil des Bandes liegt darin, daß sein Durchmesser auf die speziellen Bedürfnisse des jeweiligen Patienten eingestellt werden kann. Diese Methode der Mageneinengung hat sich als besonders zuverlässig und effektiv erwiesen und wird weltweit seit fast 20 Jahren erfolgreich eingesetzt. Es ist die verbreitetste Methode in Europa.

Das schwedische Magenband ist aus Silikon. Es wird um den oberen Teil des Magens gelegt und schränkt die Magenkapazität erheblich ein. Da die Öffnung zum Restmagen und zum Verdauungstrakt verkleinert ist, verläßt die im Magen befindliche Nahrung den Magen verzögert und gelangt auch langsamer in den Darm. Deshalb tritt schon bald ein Sättigungsgefühl ein. Die Innenseite des Bandes ist mit einer Flüssigkeit auffüllbar (physiologische Kochsalzlösung).

Dieser auffüllbare Teil wird von einem so genannten Reservoir von außen gefüllt. Dieses ca. fünfcentstück große Reservoir liegt unter der Haut und ist über einen feinen Schlauch mit dem schwedischen Magenband verbunden. Der Chirurg kann die Flüssigkeitsmenge im Band von außen kontrollieren. Dazu sticht er mit einer dünnen Nadel durch die Haut in das Reservoir. Ist das Band zu eng, zieht der Chirurg einen Teil der Flüssigkeit heraus.

Ist das Band zu locker (wenn Sie zu wenig abnehmen) und engt den Magen nicht genügend ein, kann das Band durch Hinzufügen weiterer Flüssigkeit enger gestellt werden. Für das Auffüllen der Flüssigkeit ist keine Narkose erforderlich. Dies kann in der Ambulanz erfolgen.

Verdauung

Der Verdauungstrakt besteht aus Mund, Speiseröhre, Magen, Dünn- und Dickdarm. Nahrung, die über Mund und Speiseröhre in den Magen gelangt, wird dort vorübergehend gelagert. Der Verdauungsprozeß beginnt im Mund durch Beteiligung des Speichels und setzt sich im Magen fort. Enzymhaltige Magensäfte spalten die Nahrung auf und der Blutkreislauf transportiert die wichtigen Stoffe durch den Körper. Der Vorteil einer reduzierten Magenkapazität liegt auf der Hand: Kann der Magen nur wenig Nahrung aufnehmen, stellt sich schon bald ein Sättigungsgefühl ein. Zwischenmahlzeiten entfallen fast ganz.

Auf diese Weise kann man sich auf drei kleine Mahlzeiten am Tag beschränken. "Der kleine Hunger zwischendurch" entfällt fast ganz, denn das schwedische Magenband bindet auch die Hungerrezeptoren ab. Dennoch reicht die operative Magenverkleinerung allein nicht aus. Erst eine fettarme, ballaststoff- und vitaminreiche Ernährung stellen den Erfolg einer solchen Operation sicher. Die Motivation und der Wille müssen rundum stimmen. Auch gesteigerte Bewegung ist wichtig.

Die Magenband-OP

Das verstellbare schwedische Magenband wird mit der Schlüsselloch-Chirurgie schonend eingesetzt. Der Chirurg setzt kleine Schnitte in die Bauchwand und führt Hülsen in den Bauch ein. Diese Hülsen sind Einführhilfen für die chirurgischen Instrumente. Eine eingeführte kleine Kamera transportiert ein Video-Bild auf einen Bildschirm, damit der Chirurg "sehen" kann. Die schonende Schlüsselloch-Chirurgie reduziert die Schmerzen nach der Operation auf ein Minimum. Außerdem erholt sich der Patient von der Operation schneller und kann schon nach wenigen Tagen wieder in seinen normalen Alltag zurückkehren.

Nach dem Abklingen der Narkose können Sie ein wenig Schmerzen haben, die wirksam mit Schmerzmitteln gelindert werden. Pflegepersonal und Physiotherapeuten ermutigen Sie, das Bett so bald wie möglich zu verlassen und sich zu bewegen.

Das ist wichtig zur Vorbeugung von Thrombosen, Atemwegsproblemen und Druckgeschwüren. Einen Tag nach der Operation wird der Sitz des schwedischen Magenbandes durch eine Röntgenaufnahme (Gastrografinschluck) kontrolliert.

Die ersten Tage nach der OP

Flüssigkeit passiert den reduzierten Magen rasch, deshalb verzögert sich das Sättigungsgefühl. Vorsicht beim Essen: Zu große Brocken und zu viel Nahrung insgesamt können die verengte Öffnung verstopfen, was zu Erbrechen führen würde. Kauen Sie jeden Bissen sorgfältig und nehmen Sie drei kleine Mahlzeiten am Tag zu sich. Achten Sie darauf, daß jede Mahlzeit genügend Nährstoffe enthält.

Risiken

Eine Operation ist ein Eingriff in den menschlichen Körper. Als Folge können Komplikationen auftreten. Stark übergewichtige Patienten haben ein höheres Risiko. Dies gilt nicht nur für den chirurgischen Eingriff, um das schwedische Magenband einzusetzen. Auch beim Tragen können bestimmte Komplikationen auftreten, z.B. kann das Band verrutschen.

Komplikationen allgemeiner Art können bei jeder Bauchoperation auftreten, auch beim Einsetzen des schwedischen Magenbandes: Lungeninfektionen, Milz- oder Leberschäden, Lungenprobleme, Thrombose und Wundheilungsstörungen.

Spezielle Komplikationen in Verbindung mit dem schwedischen Magenband sind Magenperforation während der Operation, Durchrutschen des Magens durch das Band und Magenüberdehnung. Die Überdehnung entsteht, wenn der Patient immer wieder versucht mehr zu essen, als der reduzierte Magen aufnehmen kann. Die übermäßige Nahrungszufuhr dehnt den Magen. Dadurch kann er kippen und die Öffnung blockieren. In seltenen Fällen drückt sich das Band in den Magen hinein Es durchwandert die Magenwand.