Klinikum Mutterhaus Mitte

 

Feldstraße 16
54290 Trier

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Sprechstunde

Jeder zweite Erwachsene wird in seinem Leben mit einer Erkrankung des Enddarms konfrontiert. Symptomatisch sind Blutung, der Schmerz oder der Juckreiz, Stuhlentleerungsstörung, Inkontinenz. Hinter diesen Symptomen können sich eine Vielzahl von Ursachen verbergen. Eine frühzeitige Erkennung und Behandlung durch den Spezialisten sollte erfolgen.

Der Koloproktologe ist aufgrund seiner Spezialisierung in der Lage sichere Diagnosen und erfolgversprechende Behandlungsmethoden anzubieten.

Patienten mit Fragen zu Enddarmbeschwerden können in der Spezialsprechstunde für Darm- und Enddarmerkrankungen jeden Donnerstag von 13.30 bis 15.30 Uhr Kontakt mit dem Zentrum aufnehmen, Telefon 0651 947-2643.

Ablauf der Untersuchung

Die Anamnese

Zunächst schildert der Patient seine Beschwerden. Durch gezieltes Nachfragen ist es schon häufig möglich eine Verdachtsdiagnose zu stellen. Der Koloproktologe ist durch seine tägliche Arbeit sicher mit Ihren persönlichen Problemen vertraut.

Inspektion und Palpation

Bereits die Betrachtung der Region gibt dem Spezialisten erste Hinweise auf Veränderungen. Hierzu gehören Marisken, vorgefallene Hämorrhoiden, Fistelöffnungen, Ekzeme, um nur einige zu nennen.

Die Austastung (Palpation) mit dem Finger gibt weiter Aufschluss über die Funktion des Schließmuskelsystems. Auch können palpable Veränderungen bereits ertastet werden und eine Hauptschmerzlokalisation gefunden werden. Diese Untersuchung gibt ein hohes Maß an Information und ist in der Regel nicht schmerzhaft.

Gegebenenfalls weitere Untersuchungen

  • Messung der Schließmuskelkraft (Durchzugsanalmanometrie)
    Klagt der Patient über Inkontinenz und besteht auch klinisch der Verdacht, wird eine Analmanometrie geplant. Hiermit kann der Ruhe- und Kneifdruck der Schließmuskulatur objektiviert werden. Diese Untersuchung ist schmerzlos. Es können hier auch weitere Funktionstests durchgeführt werden.
  • Die Proktoskopie (Afterspiegelung)/Rektoskopie (Enddarmspiegelung)
    Bei der Proktoskopie wird der Afterkanal (ca. 5 cm) mit einem kleinen Rohr inspiziert. Krankhafte Veränderungen können gesehen werden, und ein Hämorrhoidenstadium kann festgelegt werden. Mit der Enddarmspiegelung kann der Enddarm sicher beurteilt werden, Tumore, Entzündungen oder Polypen erkannt oder ausgeschlossen werden.
  • Endosonografie
    Mit einer speziellen Ultraschallsonde kann der Mastdarm und der Analkanal von innen betrachtet werden. Damit kann zum Beispiel ein Schließmuskeldefekt oder eine Schließmuskelschwäche detektiert werden oder auch ein Fistelleiden klassifiziert werden. Ebenso dient es bei bösartiger Erkrankung der Erkennung der Tumorinfiltrationstiefe und des Lymphknotenbefalls.

Gespräch mit einem Therapievorschlag

Anschließend führen wir ein Gespräch mit Ihnen. Die Ursache Ihrer Beschwerden wird verständlich erklärt und wenn notwendig wird sinnvolle weiterführende Diagnostik eingeleitet oder eine Therapiemethode vorgeschlagen.