Klinikum Mutterhaus Nord

 

Theobaldstraße 12
54292 Trier

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Leistungsspektrum der Geriatrie im Klinikum Mutterhaus Nord

Internistische Leistungen

Eine gute internistische Diagnostik und Therapie ist Basis für eine suffiziente akutgeriatrische Behandlung. Durch die enge Kooperation mit der Klinik für Innere Medizin sind alle Leistungen der Inneren Medizin auch für die Geriatrie rund um die Uhr nutzbar (siehe Fachabteilung Innere Medizin).

Geriatrisches Assessment

Zusätzlich zur Untersuchung der Organe und zu den ausführlichen Laboruntersuchungen erfolgt die Diagnostik bei unseren geriatrischen Patienten durch ein umfassendes, ganzheitliches "Geriatrisches Assessment". Dabei analysieren Ärzte, Pflegekräfte, Therapeuten und Sozialarbeiter die körperlichen und geistigen Ressourcen eines Patienten, seinen psychischen und sozialen Status und auch die Fähigkeit, für sich selbst zu sorgen.

Beim Assessment durchlaufen die Patienten verschiedene Testverfahren (körperliche Übungen, Fragebögen, Gedächtnistest, Sprechübungen, Gespräche), die in ihrer Gesamtheit als „Geriatrisches Assessment" bezeichnet werden. Die Mitglieder des Therapeutischen Teams erfassen darin medizinische, psychologische und soziale Daten und überprüfen, inwieweit der Patient seinen Alltag noch bewältigen kann.

Die Therapie wird dann individuell darauf abgestimmt, welche Unterstützung der Patient braucht, um die vorhandenen Fähigkeiten zu erhalten und zu stärken. Im Vordergrund stehen präventive und rehabilitative Maßnahmen, bei denen es darum geht, Schmerzen zu lindern, soziale Integration zu fördern und die Beweglichkeit, Geschicklichkeit und andere praktische Fähigkeiten zu trainieren.

Folgende Instrumente werden u.a. bei uns angewendet:

Instrument

Normwerte

Was wird gemessen?

Screening Lachs

s. dort

Screening nach Problemen

RANKIN

0

Globaler Gesundheitszustand

Barthel-Index (ADL)

100 Punkte

Selbständigkeit

IADL

8 Punkte

Erweiterte Selbständigkeit

Timed Up and Go

8 Sekunden

Gehfähigkeit

Semitandemstand

>10 sec.

Stehsicherheit

Mini Mental Status

27-30 Punkte

Kognition

Uhrzeichnen

0-3 Punkte

Kognition

Depressionsskala

0-5 Punkte

Depressivität

Sozialfragebogen

kein

Soziale Situation

Mini Nutritional Assessment

24-30 Punkte

Ernährungssituation

Geriatrische Syndrome- Diagnostik und Therapie:

1. Immobilität

2. Instabilität

3. Inkontinenz

4. Intellektueller Abbau

5. Gebrechlichkeit/ Frailty

Frührehabilitation

Demenzstation

Die Demenzstation ist eine spezialisierte Behandlungseinheit. Hier werden ältere Menschen behandelt, die neben ihrer körperlichen Erkrankung auch an einer Demenz wie beispielsweise der Alzheimer-Demenz leiden. Es werden aber auch Patienten aufgenommen, bei denen im Rahmen einer schweren körperlichen Erkrankung Verwirrtheitszustände auftreten.

Welche Patienten werden behandelt?

  • Ältere Patienten mit einer Demenz und zusätzlich einer somatischen Diagnose, die eine internistische oder geriatrische Krankenhausbehandlung rechtfertigt,
  • Geriatrische Patienten mit einem deliranten Syndrom (z.B. nach einem operativen Eingriff, bei akuten Infektionen, bei Störungen des Elektrolyt- und Flüssigkeitshaushalts u.v.a.m.).

Eine Kontraindikation für diese Spezialstation stellen monitor-/ überwachungspflichtige Krankheitsbilder dar. Nicht aufgenommen werden dauerhaft bettlägrige Patienten, da diese vom spezifischen Behandlungskonzept kaum profitieren können. Für diese Patientengruppen bestehen Behandlungsmöglichkeiten auf der allgemein geriatrischen Station.

Wie erfolgt die Zuweisung?

Patienten werden nach vorheriger telefonischer Absprache mit dem diensthabenden Oberarzt aufgenommen oder von anderen stationären Einrichtungen übernommen. Wir benötigen einen Einweisungsschein für Krankenhausbehandlung. Der diensthabende Oberarzt ist über die Telefonzentrale erreichbar ( 0651-683-0).

Ethische Fallgespräche

Palliative Geriatrie

„Wenn wir nicht heilen können, wollen wir lindern"

Das Begleiten von Menschen mit weit fortgeschrittenen unheilbaren Erkrankungen ist uns ein besonderes Anliegen. Ein palliativer, also symptomorientierter Behandlungsansatz, ist bei vielen unserer Patienten auch schon parallel zum akutmedizinischen Ansatz sinnvoll und hilfreich. Bei weit fortgeschrittener Erkrankung sind neben guter Symptomkontrolle und psychologischer Betreuung der Patienten und Ihrer Angehörigen, menschliche Nähe, ein liebe- und würdevoller Umgang und spirituelle Begleitung notwendig. Dieses handeln entspricht unserem christlichen Leitbild.