Anna Bungert füttert Emilie, die auf der Kinderintensivstation im Klinikum Mutterhaus der Borromäerinnen liegt. Die Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerin hat zusätzlich die Fachweiterbildung pädiatrische Intensivpflege absolviert. Foto: Robert Herschler

09.11.2018

Starker Start für kleine Helden

Porta Nigra erstrahlt erstmals zum Welt-Frühgeborenentag in Violett


Teilen auch Sie ein Bild der violetten Porta in den sozialen Netzwerken!

 

Am Samstag, dem 17. November 2018 nimmt das Trierer Klinikum Mutterhaus der Borromäerinnen an der bundesweiten Aktion zum Welt-Frühgeborenen-Tag teil. Das Team der Frühgeborenenstation informiert von 10:00 bis 16:00 Uhr im Untergeschoss der Trier Galerie. Im dm wird Kinderschminken angeboten. Abends erstrahlt die Porta Nigra in Violett.

 

International kommt jedes zehnte Neugeborene zu früh auf die Welt. „Als Frühgeburt zählen Babies, die vor Vollendung der 37. Schwangerschaftswoche geboren werden. Laut der Weltgesundheitsorganisation WHO stellt Frühgeburt die Haupttodesursache bei Kindern unter fünf Jahren dar“, berichtet Priv.-Doz. Dr. med. Wolfgang Thomas, Chefarzt der Kinder- und Jugendmedizin im Klinikum Mutterhaus der Borromäerinnen. „Auch die Kinder, die mit einem Geburtsgewicht unter 1500 Gramm zur Welt kommen, finden in unserem Perinatalzentrum Level 1 die besten Voraussetzungen für einen guten Start ins Leben. Im Jahr 2017 haben wir 69 dieser sogenannten sehr kleinen Frühgeborenen im Klinikum medizinisch betreut.“ Ergänzend zum Weltfrühgeborenentag veranstaltet das Klinikum am 21. November die Fortbildung „Umgang mit Extremfrühgeborenen“ für alle Ärzte, Schwestern und Pfleger, Hebammen und Berufsgruppen, die in der psychosozialen Betreuung von Familien mit Frühgeborenen aktiv sind.


Das Team aus dem Klinikum lädt am 17.11. im Untergeschoss der Trier Galerie dazu ein, sich über die besonderen Bedürfnisse der Kinder und ihrer Familien austauschen. „Uns geht es darum, Berührungsängste abzubauen und auf das Arbeitsfeld der Gesundheits- und Kinderkrankenpflege auf der Kinderintensivstation aufmerksam zu machen. Daher kann man sich zum Beispiel einen Inkubator anschauen, in dem die kleinen Patienten die ersten Lebenswochen verbringen“, berichtet Verena Backendorf, Pflegedienstleiterin für den Kinderbereich im Klinikum Mutterhaus. Knapp 170 Kliniken machen an diesem Tag europaweit auf Frühgeburten aufmerksam. Die Idee, regionale Wahrzeichen und exponierte Gebäude in Violett zu beleuchten, um auf die Frühstarter aufmerksam zu machen, stammt von der internationalen Organisation March of Dimes. In Trier wird aus diesem Anlass erstmals das bekannteste Gebäude der Stadt illuminiert, die Porta Nigra. Das „schwarze Tor“ ist Teil des UNESCO-Welterbes in Trier und das am besten erhaltene römische Stadttor nördlich der Alpen.


Um auch in den sozialen Netzwerken auf die Frühgeborenen aufmerksam zu machen, sind alle dazu aufgerufen, ein Bild der violetten Porta Nigra oder ein Foto mit selbstgestrickten Frühchen-Socken unter den Hashtags #StarkerStartfürkleineHelden und #Trier zu posten.

 

Über EFCNI
Um Frühgeborenen und ihren Familien eine Stimme zu geben, hat die European Foundation for the Care of Newborn Infants (EFCNI) bereits 2008 den Welt-Frühgeborenen-Tag ins Leben gerufen, der jährlich am 17. November gefeiert wird. EFCNI vereint als europäische Stiftung Eltern, medizinische Fachleute verschiedener Disziplinen, Wissenschaftler, Politiker und weitere Akteure mit dem gemeinsamen Ziel, den Gesundheitszustand dieser Patientengruppe zu verbessern.
Die European Foundation for the Care of Newborn Infants (EFCNI) ist die erste europaweite Organisation und das erste Netzwerk zur Vertretung der Interessen von Früh- und Neugeborener und deren Familien. Sie bringt Eltern, medizinische Fachleute verschiedener Disziplinen und Wissenschaftler mit dem gemeinsamen Ziel zusammen, langfristig die Gesundheit von Früh- und Neugeborenen zu verbessern.