Foto: Robert Herschler

14.11.2018

Klinikum Mutterhaus der Borromäerinnen lässt krebskranke Kinder und ihre Familien nicht im Stich

Aktuelles zur Versorgung


Die Behandlung der an Krebs erkrankten Kinder ist weiterhin gegeben. Das Klinikum Mutterhaus sichert zu, alle Anstrengungen zu unternehmen, die personellen Probleme zu lösen. Zum Wohle der Patienten werden aktuell die intensiven Phasen der stationären Therapie beim Kooperationspartner, der Uniklinik Homburg durchgeführt. Die ambulante Therapie und Nachsorge der Kinder und Jugendlichen mit bösartigen Erkrankungen ist in vollem Umfang im Klinikum Mutterhaus möglich.


PD Dr. med. Wolfgang Thomas, Chefarzt der Kinder- und Jugendmedizin erklärt in der heutigen Pressekonferenz dazu: „Seit Anfang 2018 können wir aus personellen Gründen und auf Grund unserer hohen Qualitätsansprüche an die Versorgung die neu an Krebs erkrankten Kinder in der Phase der intensiven stationären Chemotherapie nicht  betreuen. Die Patienten werden in dieser Phase bei unserem Kooperationspartner, der Universitätskinderklinik Homburg  oder - bei Wunsch der Eltern - in einem anderen kinderonkologischen Zentrum betreut. Diese Tatsache bedeutet keinesfalls, dass derzeit keine kinderonkologische Behandlung im Klinikum Mutterhaus stattfindet. Wir betreuen die Kinder und Jugendlichen nach wie vor ambulant und in der Nachsorge. Zudem werden kinderonkologische Patienten, die vor dem Jahr 2018 die Neudiagnose einer onkologischen Erkrankung erhalten haben, hier im Mutterhaus stationär betreut und wir entlasten die Familien mit neu diagnostizierten Erkrankungen, indem wir deren Kinder in Absprache mit dem behandelnden Zentrum zu einzelnen Untersuchungen oder Therapien, aufnehmen.“

 

Dass es zu der Sorge der Bevölkerung und des Fördervereins krebskranker Kinder in der Öffentlichkeit kam, dass die Kinder nicht mehr in Trier behandelt werden können,  ist aus Sicht des Klinikums nachvollziehbar. Geschäftsführer Jörg Mehr führt dazu aus: „Aus heutiger Sicht gestehen wir zu, dass wir die Situation kommunikativ hätten besser lösen können. Trotzdem halten wir fest, dass zu keiner Zeit ein Kind oder Jugendlicher gefährdet war oder womöglich Schaden genommen hat. Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben zu jedem Zeitpunkt zum Wohle der uns anvertrauten Kinder und ihren Familien gehandelt. Dabei stand die allerbeste medizinische Versorgung im Vordergrund unserer Entscheidung.“
Trotz intensiver Bemühungen kann die Klinikleitung jedoch nicht garantieren, dass die notwendigen Fachkräfte aus Pflege und Medizin kurzfristig nachbesetzt werden können. Ursache dafür ist der bundesweit besorgniserregende Fachkräftemangel, der viele Kliniken – besonders in den hochspezialisierten Bereichen betrifft und zunehmend betreffen wird.

 

Der medizinische Geschäftsführer Christian Sprenger betont in diesem Zusammenhang: „Jeder einzelne Mitarbeiter, jede einzelne Mitarbeiterin - egal ob aus Pflege oder Medizin -  leistet hervorragende Arbeit und verdient, besonders in dieser angespannten Zeit unsere Hochachtung. Besonders sie haben es verdient, durch neue Kolleginnen und Kollegen entlastet zu werden.“