Das interdisziplinäre Team des zertifizierten Darmzentrums rund um Zentrumsleiter Prof. Dr. med. Pan Decker (4.v.r) feiert gleich mit 3 Veranstaltungen und einer Aktion das 10-jährige Bestehen. Foto: Kristina Kattler, Klinikum Mutterhaus der Borromäerinnen

05.03.2019

Erstes Darmzentrum in der Region wird 10 Jahre alt

Klinikum Mutterhaus der Borromäerinnen lädt Patienten, Interessierte und Ärzte zu Informationsveranstaltungen ein


Mit gleich drei Veranstaltungen und einer Aktion für Unternehmen aus der Region begeht das Klinikum Mutterhaus den runden Geburtstag seines Darmzentrums. Als erstes Darmzentrum in Trier wurde es am 20. Januar 2009 nach den Darmzentren in Mainz, Speyer und Bad Kreuznach als viertes rheinland-pfälzisches Zentrum von der Deutschen Krebsgesellschaft (DKG) zertifiziert.

Anlässlich dieses Jubiläums finden mehrere Informationsveranstaltungen statt. In der interessanten Patientenveranstaltung „Montags im Mutterhaus“ lädt das Darmzentrum im Klinikum Mitte alle Interessierten am 18. März um 18:00 Uhr in die Feldstraße 16 zu einem Infoabend mit Vorträgen ein. Die Ärzte des Darmzentrums rufen dazu auf, jede Form der Früherkennung und Vorsorge zu nutzen. Chefarzt Prof. Dr. med. Pan Decker: „Der Darmkrebs ist bei Frauen die zweithäufigste und bei Männern die dritthäufigste bösartige Krebserkrankung, die aber in einem frühen Stadium gut behandelbar ist.“ So haben Krankenversicherte ab dem 55. Lebensjahr Anspruch auf eine Darmspiegelung, bei der verdächtige Tumorvorstufen früh erkannt und behandelt werden können. Fester Bestandteil einer Therapie im Klinikum Mutterhaus ist die psychoonkologische Betreuung, die allen Patientinnen und Patienten des Onkologischen Zentrums angeboten wird.

Ebenfalls seit zehn Jahren ist das Klinikum Mutterhaus mit der Kampagne „Stopp Darmkrebs – Trier sorgt vor“ aktiv. Hier haben Unternehmen die Möglichkeit, mit überschaubarem Beitrag Vorsorgeuntersuchungen durchführen zu lassen. „Die Unternehmen können die Aktion im Rahmen ihrer Betrieblichen Gesundheitsförderung planen“, berichtet Dr.med. Erwin Rambusch, Leitender Oberarzt der Gastroenterologie. „Es können dann Polypen als Vorstufen des Darmkrebs  im Rahmen einer ambulanten Endoskopie entfernt werden.“

 „Besonders wichtig ist uns der regelmäßige Austausch mit den niedergelassenen Kollegen“, so Prof. Decker. „Die niedergelassenen Ärzte sind erste Ansprechpartner der Patienten und durch die regelmäßigen gemeinsamen Fortbildungsveranstaltungen immer auf dem aktuellen Stand der medizinischen Möglichkeiten“. So lädt das Darmzentrum am 7. März zu einer Onkologischen Konsilrunde ein, bei der das Thema „Ergebnisverbesserung durch das Darmzentrum“ eingehend betrachtet wird. Und auch der „35. Gastroclub“ widmet sich im Rahmen des Jubiläums am 20. März der intensiven Besprechung von Fällen.