25 Jahre Palliativstation im Klinikum Mutterhaus feierten Mitarbeiter und Freunde des Klinikums mit Vertretern aus Stadt und Bistum mit einem Festakt in der Promotionsaula des Bischöflichen Priesterseminars Trier.

Zum Anlass des 25-jährigen Bestehens der Palliativabteilung im Klinikum Mutterhaus hielt Bischof Dr. Stephan Ackermann den Festgottesdienst in der Jesuitenkirche. Musikalisch begleitet wurde er vom Mutterhauschor und einem Intrumentalensemble mit Freunden des Mutterhauses. Fotos: Bettina Leuchtenberg

12.03.2019

25 Jahre palliative Versorgung im Klinikum Mutterhaus in Trier

Klinik, Stadt und Bistum feiern das Jubiläum mit Gottesdienst und Festakt


2007 zog die Palliativabteilung aus dem ehemaligen Herz Jesu Krankenhaus, wo 1994 eine der bundesweit ersten Palliativstationen eingerichtet wurde, in das Hauptgebäude des Klinikums Mutterhaus in der Feldstraße. Patienten mit einer nicht heilbaren fortgeschrittenen Erkrankung werden hier intensiv und schmerztherapeutisch behandelt und betreut.

Zahlreiche Mitarbeiter, Wegbegleiter und Fachleute feierten am vergangenen Samstag in der Jesuitenkirche und in der Promotionsaula des Bischöflichen Priesterseminars gemeinsam das 25-jährige Bestehen der Palliativstation im Klinikum Mutterhaus. Das interprofessionelle Team der Station setzt sich aus Ärzten, Pflegepersonal, Physiotherapeuten, Seelsorgern, Sozialarbeitern, Psychotherapeutin, Musiktherapeuten und ehrenamtlichen Helfern zusammen. Gemeinsam werden hier die schwerstkranken Patienten physisch, psychisch, sozial und seelsorgerlich betreut. Mit der Stationsleiterin Annette Rommelfanger und ihrem Stellvertreter Werner Richarz sind bis heute zwei Personen aktiv, die bei der Gründung unter dem damaligen Chefarzt Dr. Franz-Josef Tentrup schon mit dabei waren. 

„Raum, Zeit und Haltung gegenüber den schwerstkranken Patienten sind  uns besonders wichtig. Genau das bieten unsere professionellen und erfahrenen Mitarbeiter der Palliativstation. Sie sind der buchstäbliche Fels in der Brandung der Akutmedizin,“ berichtet Geschäftsführer Dipl.-Kaufmann Jörg Mehr. „Den Mitarbeitern, die sich Tag und Nacht und mit viel Herzblut um die schwerkranken Patienten kümmern und diesen eine wichtige Kraftquelle sind, gilt heute mein ganz besonderer Dank.“ Er ergänzt: „Hervorzuheben ist auch im besonderem Maße das vernetzte Versorgungs- und Beratungssystem mit unseren ambulanten Partnern, den niedergelassenen Haus- und Fachärzten bis in die Eifel, das Saarland und den Hunsrück hinein.“  

Der Trierer Oberbürgermeister Wolfram Leibe betonte in seinem Grußwort die gute Versorgungssituation: „Ich bin froh, dass wir in unserer kleinen Großstadt Trier mit ihrem großen Umland eine so gute Versorgung im Bereich der Medizin und der Rehabilitation haben. Dazu gehört auch, dass Menschen in Würde leben und sterben können. Denn in der palliativen Versorgung stehen die Menschen im Mittelpunkt und nicht vorrangig die Technik und die Medizin.“ Genau diese tröstende Arbeit stellte auch Bischof Dr. Stephan Ackermann in den Mittelpunkt seiner Predigt des Festgottesdienstes in der Jesuitenkirche des Bischöflichen Priesterseminars: „Es ist wichtig, die Menschen in ihrer Würde wahrzunehmen und auch, den Umgang mit Krankheit und Kranken zu lernen. Wir dürfen keine Berührungsängste haben und Kranke nicht ausgrenzen. Wir sind dafür da, auch die soziale Isolation der Kranken zu vermeiden. Deswegen danke ich allen, die ihren Beitrag in der palliativmedizinischen Versorgung und auch der Hospizarbeit leisten.“

Die Region Trier ist für die Betreuung von Patienten in der letzten Lebensphase sehr gut aufgestellt, denn der ambulante Hospizdienst, das stationäre Hospiz, die Palliativstation sowie die Hausärzte und alle, die an der Versorgung der Schwerstkranken und Sterbenden beteiligt sind, arbeiten eng verzahnt zusammen. Chefarzt Dr. Lorenz Fischer ergänzt: „Neu ist die ambulante palliative Versorgung, die die ehemalige Stationsärztin Renate Langenbach anbietet. Damit ist sie ganz nah an den Patienten, die ihren letzten Lebensweg zu Hause gehen. Dort kann man noch besser auf den einzelnen Menschen eingehen und ihm die gesamte Aufmerksamkeit schenken.“ Seit dem Jahr 2003 bereits leitet er die Abteilung Schmerz- und Palliativmedizin im Klinikum Mutterhaus. Zusammen mit der Oberärztin Sabine Weykam-Mahlberg steht er für die enge Verzahnung der Station in die medizinischen Strukturen des Klinikums. Ein Festvortrag von Prof: Dr. med. Giovanni Maio zum Thema „Für eine Ethik der Sorge in der Medizin“ rundete die Jubiläumsfeier ab.