27.03.2019

Endlich rauchfrei

Programm zur Raucherentwöhnung hilft Mitarbeiter*innen des Klinikums


Gemeinsam mit der IKK Südwest bietet das Klinikum Mutterhaus seinen Mitarbeitern eine kostenlose Unterstützung, um dauerhaft mit dem Rauchen aufzuhören.

Nicht nur die Teilnahme an dem Kurs ist für die Mitarbeiter kostenlos, auch wird die Anreise zum Kurs durch Bereitstellung von Dienstwagen voll übernommen. Erste Erfahrung mit dem Programm machte Anke Roos, Chefarztsekretärin in der Strahlentherapie, die seit sechs Jahren Raucherin ist und nun den ersten Teil des Programmes absolviert hat.

 

Wie sah Ihr Raucher-Alltag aus?
Normalerweise habe ich nach der Arbeit geraucht und in Gesellschaft. Ich würde mich nicht zu den typischen Suchtraucherinnen zählen.

 

Rauchen Sie noch?
Nein. Auch wenn brenzlige Situationen mir seit dem Kurs schon begegnet sind, blieb ich bisher standhaft. Aktuell habe ich auch keinen Bedarf zu rauchen.

 

Können Sie uns kurz vom Ablauf des Kurses berichten?
Bei einer kurzen Vorstellungsrunde haben alle 9 Teilnehmer ihre Motivation des Aufhörens geschildert, sei es jetzt aus gesundheitlichen oder finanziellen Gründen. Beeindruckend war auch die Geschichte des Referenten: Von der Drogensucht bis zu dem Zeitpunkt als er sein Leben komplett umgekrempelt hat. Aus eigener Erfahrung konnte er sagen, dass das Aufhören zu 90% mit dem Kopf zu tun hat und nur 10% körperliche Symptome uns daran hindern.
Aber auch auf Themen, wie etwa die Werbung der Tabakindustrie unseren Konsum beeinflusst und welcher Profit damit gemacht wird, wurde eingegangen. Jede Stunde wurde eine Raucherpause gemacht.
Am Ende des Seminars habe ich zwei Zigaretten auf einmal rauchen müssen und danach keine mehr.
Generell habe ich viel zugehört, mit diskutiert und meine eigene Meinung dargelegt. Das ganze Seminar war sehr lebendig.

 

Was hat Sie überzeugt?
Die Tatsache, dass wir unbewusst von der Werbung beeinflusst werden und vor allem Kinder auch gezielt in der Werbung angesprochen werden, z.B. durch Kaugummi-Zigaretten-Automaten neben richtigen Zigaretten-Automaten. Und auch die finanzielle Macht der Tabak-Industrie hat mich erschreckt.  

 

Welche Erwartungen hatten Sie?
Ich wollte auf jeden Fall mit dem Rauchen aufhören, gerade wegen den positiven Auswirkungen auf die Gesundheit.

 

Warum ist es so schwer, aufzuhören?
Weil man es in sein Leben und in den Alltag fest integriert hat und es einem dabei auch subjektiv gut geht. Wer verzichtet schon gerne auf Dinge, die einem gefühlt gut tun?

 

Können Sie den Kurs weiterempfehlen?
Auf jeden Fall. Ich kann es jedem empfehlen. Ob Kettenraucher oder Gelegenheitsraucher. Mein Tipp an alle: Nicht darüber nachdenken, was einem fehlt und wie schwierig es ist aufzuhören, sondern sich darüber freuen, nicht mehr rauchen zu müssen!

 

Nach dem Kurs nicht alleine
Auch nach dem Ende des Kurses werden die Teilnehmer nicht alleine gelassenen, sondern mit Kontaktdaten versorgt. Auch besteht die Möglichkeit, den Kurs noch einmal kostenlos zu wiederholen. Bis fünf Jahre nach dem Seminar können die Teilnehmer an beliebig vielen kostenlosen Aufbauseminaren oder einem speziellen Intensivseminar teilnehmen.