24.07.2019

Kinderrechte spielend lernen

Toupi Group vermittelt Kindern der Kinder- und Jugendpsychiatrie grundsätzliche Rechte


Das Recht, gehört zu werden, das Recht auf Information, das Recht auf einen Namen und das Recht auf Spielen und Freizeit. Das, was so einfach klingt und scheinbar ganz klar ist, muss immer wieder betont werden. Kinder sollen genau wissen, worauf auch sie Rechte haben und wie es gelingt, diese auch durchsetzen zu können. Genau das vermittelt die Toupi Group in Tagesworkshops an Schulen in Luxemburg und Deutschland.

Erstmals haben sie nun ein Projekt in der Kinder- und Jugendpsychiatrie des Klinikums Mutterhaus umgesetzt – für acht Kinder, die zwischen neun und zehn Jahren alt sind. „Das war auch für uns eine besondere Erfahrung. Die komplette Planung, Vorbereitung und Durchführung inklusive der Materiealien haben wir gerne ehrenamtlich gemacht“, berichtet Fernando Andia Cochachi, Gründer der Toupi Group a.s.b.l. „Diese Kinder benötigen Bezugspersonen, um sich auf das Projekt einlassen zu können.“ Die beiden Gruppen mit jeweils vier Kindern wurden dann auch von vier Teamkollegen der Toupi Group eng betreut. „Wir machen mit den Kindern Spiele und Übungen, bei denen sie erfahren, wie wichtig es ist, im Team zu agieren“, erzählt Anna Lena Wagner. „Sie waren unglaublich wissbegierig und haben toll mitgemacht.“

Ziel der Toupi Group ist es, den Kindern auf spielerische Art mitzugeben, wie wichtig die Menschen- und Kinderrechte sind. „Für die Spiele haben wir eine Art Weltreise konzipiert, die die Kinder zusammen machen“, erläutert Fernando Andia Cochachi. „Immer wenn Entscheidungen getroffen werden müssen, kommen sie an ihre Grenzen, lernen dabei aber ganz praktisch, dass sie im Team erfolgreicher sind. Und so lernen sie auch, mit Frustration und mit sich selbst umzugehen.“ Mit dabei war immer auch der Feuervogel Toupi, ein Fantasietier aus der peruanischen Volksgeschichte. Jedes Kind konnte sich wie ein Feuervogel schmücken und diese Verkleidung individuell gestalten. „Die Vögel symbolisieren Freiheit und positive Gefühle“, so der in Peru geborene Projektleiter, der seine Idee nicht nur in Europa, sondern auch in Süd- und Nordamerika verfolgt. Zum Abschluss erhielt jedes Kind seinen eigenen Kinderrechte-Pass, in dem die Stationen der Weltreise markiert werden und die wichtigsten Rechte nachzulesen sind.

Weitere Informationen: www.toupi-group.org