Zum 9.000 Mal half Dr. med. Gerd Lenninger einem Kind auf die Welt: Über die Geburt von Jonathan freuen sich mit ihm Mutter Melanie Wiebe und die leitende Hebamme Kirstin Emmerich-Jager. Foto: Klinikum Mutterhaus, Kristina Kattler

19.12.2019

Jonathan ist sein 9.000 Baby

Gynäkologe Dr. med. Gerd Lenninger begleitet seit 34 Jahren Familien bei der Geburt


Der Leitende Oberarzt der Geburtshilfe im Klinikum Mutterhaus Mitte half Ende November zum 9.000 Mal einem Kind auf die Welt. Über die Geburt des 3480 g schweren und 54 cm großen Jonathans freute sich Dr. med. Gerd Lenninger gemeinsam mit den Eltern Melanie und Christian Wiebe und der 2,5 jährigen Schwester Leonora.

 
„Leider kann man sich nicht mehr an jede einzelne Geburt erinnern, aber mit meiner eigenen kleinen Statistik halte ich alle Kinder für mich fest“, so der Leitende Oberarzt. Seinen ersten Einsatz als Geburtshelfer hatte Lenninger am 3. Juni 1985. „Er hieß Kai und kam nachmittags auf die Welt.“ Zwischen Kai und Jonathan liegen etwas über 34 Jahre Berufsleben und 8998 Kinder, darunter 4696 Jungen und 4302 Mädchen, die unter der Mithilfe des Gynäkologen auf die Welt kamen. Dass er so viele Kinder mit auf die Welt begleiten durfte, liegt auch daran, dass das Klinikum Mutterhaus Mitte auch auf Risikoschwangerschaften spezialisiert ist. „In einer regulären Geburtshilfe kommt sonst kein Arzt auf eine Erfahrung von 633 Zwillingsgeburten, 37 Drillingsgeburten und sogar zwei Vierlingsgeburten“, so der Jubilar. Auch der Schwerpunkt des Hauses als Perinatalzentrum Level 1 macht sich in seiner Statistik bemerkbar. „243 Kinder unter 1.000 g habe ich begleitet und war dabei sehr froh, dass diese gleich von den Kollegen und Kolleginnen auf unserer Frühgeborenen- und Kinderintensivstation versorgt werden konnten.“ Aber auch richtige Wonneproppen kommen im Klinikum Mutterhaus auf die Welt. „Das schwerste Kind wog bei der Geburt 5.370 g.“ Viele Frauen begegnete Lenninger aber auch mehrfach im Kreissaal: 457 Frauen entbanden gleich zwei Mal und 29 Frauen sogar drei Mal unter seiner Betreuung. „Als ich dann eine Frau zum vierten Mal bei der Geburt unterstütze, mussten wir beide lachen.“