17.03.2020

Verhalten bei Verdacht auf Corona - Aktueller Stand der Dinge

Klinikum Mutterhaus arbeitet im Verbund mit Hausärzten, Labor Synlab und Kassenärztlicher Vereinigung


Bei Verdacht auf Corona (Fieber, Husten, Schnupfen) wenden Sie sich bitte direkt telefonisch an Ihren Hausarzt und betreten zum Schutz der anderen Patienten und Mitarbeiter das Krankenhaus nicht. Ihr Hausarzt sendet dann eine Überweisung an unser betreuendes Labor Synlab, Feldstraße 26. Rufen Sie dann folgende Telefonnummer an: 0651 9771-802. Von Montag bis Freitag, 9:00 bis 16:00 Uhr entnimmt ein Spezialteam in der Tiefgarage von Synlab bei entsprechender Überweisung den Abstrich. Das Testergebnis liegt in der Regel werktags innerhalb von 24 Stunden vor und wird an Ihren Hausarzt übermittelt. Im Falle eines Nachweises von Corona erfolgt durch das Labor eine Meldung des Befundes an das zuständige Gesundheitsamt.

 
Außerhalb der angegebenen Servicezeiten wenden Sie sich bitte unter Telefonnummer 116117 an die Kassenärztliche Vereinigung. Diese entsendet einen Arzt, der bei Ihnen zu Hause den Abstrich vornimmt.
Bitte vermeiden Sie in jedem Fall bis zur Abklärung den Kontakt mit anderen Personen und bleiben Sie zu Hause.

 

Aktuelle Einschätzung der Lage (17. März 2020)

In Rheinland-Pfalz wurden 121 Infektionen bestätigt, bisher kein Todesfall, im Landkreis Trier-
Saarburg sind 12 Fälle und in der Stadt Trier sind bis 10 Fälle bestätigt worden. Es gibt aktuell einen gewissen Engpass beim Zugang zum Synlab Labor.

Dr. med Harald Michels, Leiter des Gesundheitsamtes Trier-Saarburg schätzt die Lage ein: "Das Robert Koch Institut hat ganz klar ausgesagt, dass, wenn jemand in der Familie, im Freundes- oder Bekanntenkreis Kontakt zu einem im Labor bestätigten COVID 19-Patienten hatte, selbst aber völlig gesund ist, für die dann erfolgten Sekundärkontakte kein erhöhtes Risiko für eine COVID 19-Erkrankung existiert. Das Robert Koch Institut hat ganz klar darauf hingewiesen, dass eine Labordiagnose nur bei Krankheitszeichen durchgeführt werden sollte zur Klärung der Ursache, wenn die Falldefinition des Robert Koch-Instituts erfüllt ist (Aufenthalt in einem definierten Risikogebiet oder enger Kontakt von mehr als 15 Minuten zu einem bestätigten Fall, jeweils innerhalb der letzten 14 Tage). Wenn man gesund ist, sagt ein Test auf  COVID 19 nichts darüber aus, ob man krank werden kann. Hierdurch würden auch die geringen Testkapazitäten in Deutschland unnötig belastet. Tests bei asymptomatischen Patienten werden generell nicht empfohlen. Um es nochmals ganz klar zu sagen, ein Kontakt zu einem asymptomatischen Kontaktfall einer COVID 19-Erkrankung birgt kein relevantes Infektionsrisiko so lange bei dieser Kontaktperson keinerlei Symptome vorliegen."