06.11.2020

Geburtshilfe im Klinikum Mutterhaus

Sicherheit für Schwangere und Mitarbeiter*innen steht an erster Stelle


In unserem Klinikum Mutterhaus der Borromäerinnen steht die Sicherheit unserer Patienten und Mitarbeiter an erster Stelle. Wie in allen Lebens- und Arbeitsbereichen stellt auch uns die Corona-Pandemie vor große Herausforderungen. Vor allem in der Organisation innerklinischer Abläufe ist zeitnahes Handeln gefordert - je nach aktuellem Stand der Lage. Unser Ziel ist es immer und muss es immer sein, Spezialbereiche innerhalb des Klinikums aufrecht zu erhalten und den Betrieb sicherzustellen.  

Aus diesem Grund wurde im Kreißsaal zu einem Zeitpunkt die Entscheidung getroffen, asymptomatische Hebammen, die Kontakt zu einer COVID-positiven Person hatten, unter entsprechenden und angepassten Hygienebedingungen arbeiten zu lassen. Dr. med. Christian Sprenger, Medizinischer Geschäftsführer im Klinikum Mutterhaus der Borromäerinnen sagt: „Rund um die Geburt hat die Hebamme eine der wichtigsten Schlüsselfunktionen. Ohne Hebammen ist ein Kreißsaal und eine Geburtsbegleitung nicht möglich. Und wir wollen und können die Mütter in der Phase der Geburt nicht alleine lassen. Aus diesem Grund haben wir in enger Abstimmung mit dem Gesundheitsamt und unter Einhaltung spezieller Hygienemaßnahmen die Entscheidung getroffen, diese systemrelevanten Personen arbeiten zu lassen. Selbstverständlich war hier die Voraussetzung, dass die Hebammen asymptomatisch sind und regelmäßig getestet und kontrolliert werden.“

Wir im Klinikum Mutterhaus der Borromäerinnen haben uns genau mit dem Gesundheitsamt abgestimmt und selbstverständlich auch an die Anweisungen des Landes gehalten, wonach eine kritische Infrastruktur aufrecht erhalten werden muss. Demnach gelten Hebammen bereits seit März 2020 zum systemrelevanten Schlüsselpersonal: „Der Betrieb kritischer Infrastruktur, der für die öffentliche Sicherheit und Ordnung, das Gesundheitswesen sowie Ver- und Entsorgung wichtig ist, muss auch während der Corona-Epidemie gewährleistet sein. Dazu gehören Polizeivollzugsdienst, forensische Einrichtungen / Maßregelvollzug, Haftanstalten, und Ver- und Entsorgung Berufsfeuer-wehr, freiwillige Feuerwehr, Katastrophenschutz, Technisches Hilfswerk, Krankenhäuser, Arztpraxen, Öffentlicher Gesundheitsdienst, Notdienste, Rettungsdienste, Pflegeeinrichtungen, Pflegeeinrichtungen, ambulante Pflegedienste, Behinderteneinrichtungen, Apotheken, Hebammen, medizinische Labore, Zahnärzte, Abfallversorgung, Energieversorger, Wasserver- und Entsorgung.“ Quelle: https://msagd.rlp.de/fileadmin/rlp-stk/Bilder/Themen/Gesundheit_Pflege/Corona/20_03_26_Umgang_mit_Schluesselpersonal_bei_inf._hyg._Massnahmen_final.pdf

Bei unseren Hebammen wurden regelmäßig Testkontrollen gemacht, eventuelle Symptome und die Temperatur kontrolliert. Weder hatten die betroffenen Hebammen im Verlauf Symptome, noch wurde eine einzige Hebamme positiv getestet. Somit bestand zu keinem Zeitpunkt eine Gefahr für Mitarbeiterinnen oder Patient*innen. Der Kaufmännische Geschäftsführer Oliver Zimmer betont: „Wir bedanken uns bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Klinikums für ihre hervorragende Arbeit und Unterstützung in diesen schwierigen Zeiten.“