Dr. med. Achim Bernhard ist neuer Chefarzt der Geriatrie im Klinikum Mutterhaus der Borromäerinnen. Zusammen mit dem Leitenden Unfallchirurgen leitet er das zertifizierte Alterstraumazentrum.

Dr. med. Markus Rick ist Leitender Unfallchirurg im Klinikum Mutterhaus der Borromäerinnen. Zusammen mit dem Chefarzt der Geriatrie leitet er das zertifizierte Alterstraumazentrum.Fotos (2): Robert Herschler

11.12.2020

Wieder auf die Beine kommen

Dr. med. Achim Bernhard ist neuer Chefarzt der Geriatrie und leitet mit Dr. med. Markus Rick das Alterstraumazentrum


Unser Klinikum hat seit dem 15. November einen neuen Chefarzt in der Altersmedizin. Zugleich leitet er mit dem Unfallchirurgen Dr. med. Markus Rick das jüngst zertifizierte Alterstraumazentrum.

Mit Dr. med. Achim Bernhard hat die Altersmedizin im Klinikum Mutterhaus Nord einen neuen Chefarzt im Team, der die Patientinnen und Patienten zusammen mit seinen ärztlichen Kollegen, Pflegepersonal sowie Ergotherapeuten, Physiotherapeuten und Logopäden im Blick hat. „Wir betrachten unsere Patienten mit ihren unterschiedlichsten Krankheitsbildern ganzheitlich und haben alle ihre Bedürfnisse und die Komplexität ihrer Gesundheit im Blick“, berichtet der 45-Jährige. Als Leitender Oberarzt war er zuvor in einer geriatrische Abteilung bei Aschaffenburg tätig. Der Facharzt für Innere Medizin und Geriatrie hatte zuvor auch schon zwei Jahre in der Neurologie gearbeitet.
Er freut sich auf seine neue Aufgabe an seinem neuen Wohnort: „Wir können viel tun für alte Menschen. Die wichtigsten Ziele sind das Fördern und Aufbauen der Mobilität, die Gabe der passenden Medikamente sowie auch die Anpassung der Ernährung. Gerade Patienten mit einer Demenz oder mit Verwirrtheitszuständen werden in der Geriatrie auch von der dafür eigens ausgebildeten Pflege geeignet versorgt.“

Als Altersmediziner weiß er, dass viele ältere Menschen bedingt durch Arztbesuche eine Vielzahl an Medikamenten einnehmen, die nicht immer auch gut zusammenpassen. „Hier ist das Motto tendenziell eher, Medikamente zu reduzieren, damit keine ungewollten Wechselwirkungen die Gesundheit gefährden. Wir sorgen dafür, dass mit weiter steigender Lebenserwartung auch die Lebensqualität möglichst hoch bleibt.“ 

Im Klinikum Mutterhaus Nord steht eine umfangreiche Diagnostik zur Verfügung. In speziellen Fällen wie zum Beispiel in der Kardiologie wird mit der Fachabteilung im Klinikum Mutterhaus Mitte kooperiert. „Und auch nach Unfällen sind ältere Menschen in der Geriatrie bestens aufgehoben. Denn gemeinsam mit der Unfallchirurgie im Klinikum Mutterhaus Mitte bildet unsere Geriatrie das Alterstraumazentrum“, betont Achim Bernhard.

Das zertifizierte Alterstraumazentrum (ATZ) vereint Expertise aus Altersmedizin und Unfallchirurgie

Wenn ein alter Mensch beispielsweise mit einem Knochenbruch ins Krankenhaus kommt, wird er im Klinikum Mutterhaus der Borromäerinnen zuerst in der Unfallchirurgie behandelt. In Zusammenarbeit mit der Geriatrie am Standort Nord werden genau diese älteren Menschen im Anschluss von speziell ausgebildeten Experten der Altersmedizin betreut. Diese Zusammenarbeit wurde Mitte September 2020 nach den Kriterien der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie für ein Alterstraumazentrum ausgezeichnet. Der Leitende Unfallchirurg Dr. med. Markus Rick erläutert: „Wir als Unfallchirurgen können in einer OP altersgerecht unfallchirurgisch versorgen und zusammen mit den Physiotherapeuten auch an der Mobilität arbeiten. In unserer Geriatrie stehen für die älteren Patienten darüber hinaus noch weitere begleitende Therapien und Möglichkeiten zur Verfügung. Ich bin sehr froh, dass wir den Patienten in unserem Zentrum gemeinsam gute Behandlungsmöglichkeiten und für sie geeignete Therapien anbieten können.“

Im Alterstraumazentrum bereitet das Team beispielsweise die Rückkehr an die häusliche und soziale Umgebung vor. Achim Bernhard nennt ein Beispiel: „Unsere Physiotherapeuten sorgen dafür, dass der Patient seine körperliche Fitness und Koordination wieder aufbaut. Die Ergotherapeuten leisten dann den Transfer in den Alltag und klären ganz praktisch, welche Hilfen eine größtmögliche Selbständigkeit im Alltag ermöglichen. Ergänzt wird dies durch die Arbeit unserer Psychologen und des Sozialdienstes.“ Damit die Patientinnen und Patienten wieder auf die Beine kommen. 

Weiterführende Informationen im Internet:

Die Geriatrie im Klinikum Mutterhaus

Das Alterstraumazentrum im Klinikum Mutterhaus