„Ich bin und ich werde“ lautet der Slogan des Weltkrebstages. Unter diesem Motto steht auch die Video-Aktion, bei der 16 Mitarbeiter des Klinikums Mutterhaus mitgemacht haben. Foto: Klinikum Mutterhaus der Borromäerinnen

04.02.2021

Krebs ins öffentliche Bewusstsein rücken

Onkologisches Zentrum des Klinikums Mutterhaus beteiligt sich mit Video am Internationalen Weltkrebstag


„Ich bin Medizinische Fachangestellte und ich werde in der Strahlentherapie Ihr erster Ansprechpartner sein“ oder „Ich bin Chirurg und ich werde Sie optimal operieren, wenn Sie mir Ihr Vertrauen schenken“ präsentiert sich das Team des Onkologischen Zentrums des Klinikums Mutterhaus in einem Video.


16 Mitarbeiter des interdisziplinären Onkologischen Zentrums haben gemeinsam ein Video anlässlich des Weltkrebstages am 4. Februar gedreht. Ab Donnerstag ist es auf den Social Media-Kanälen des Klinikums Mutterhaus zu sehen. Von der Strahlentherapeutin über die Psychoonkologin bis hin zum Medizin-Physiker machen Mitarbeiter im Onkologischen Zentrum mit diesem Video auf Krebsprävention und -früherkennung aufmerksam.


Seit 2019 steht der Aktionstag unter dem internationalen Slogan „I am and I will“ – auf Deutsch „Ich bin und ich werde“. Das Motto soll die Menschen zum Nachdenken anregen. Wer bin ich und was werde ich zur Vorsorge und Behandlung von Krebs beitragen? „Unter dieses Motto haben wir auch unser Video gestellt“, sagt Dr. med. Birgit Siekmeyer, stellvertretende Leiterin des Onkologischen Zentrums. „Damit wollen wir gemeinsam ein Zeichen setzen und den Menschen die Angst vor der Vorsorgeuntersuchung und der Therapie nehmen.“


Zum 21. Mal findet der Weltkrebstag in diesem Jahr statt. Ins Leben gerufen hat ihn die Welt-Krebsorganisation Union for International Cancer Control (UICC). Dieser Tag soll Prävention, Früherkennung, Behandlung sowie Erforschung von Krebs ins öffentliche Bewusstsein rücken.


Besonderes Augenmerk wolle man in diesem Jahr auf eine relativ seltene Tumorerkrankung legen, sagt Dr. med. Rolf Mahlberg, Leiter des Onkologischen Zentrums. „Häufigere Krebsarten wie Brust- oder Darmkrebs und die entsprechenden Vorsorgeuntersuchungen sind im öffentlichen Bewusstsein größtenteils angekommen“, sagt er. „Doch Tumore zum Beispiel in der Speiseröhre bleiben lange unentdeckt.“ Das liege vor allem daran, dass sogenannte Ösophaguskarzinome erst im fortgeschrittenen Stadium Probleme beim Schlucken verursachten. „Ist der Patient jedoch in einem fortgeschrittenen Stadium, profitiert er von unserem interdisziplinären Team der Chirurgie, Onkologie und Strahlentherapie. Wir arbeiten eng zusammen und finden gemeinsam eine individuelle Behandlung.“


Laut Landeskrankenhausplan ist das Onkologische Zentrum am Klinikum Mutterhaus als „CC“ (Cancer Center) in Rheinland-Pfalz ausgewiesen- als einziges in der Region Trier. Außerdem ist es eines von 121 von der Deutschen Krebsgesellschaft zertifizierten Zentren in Deutschland. Von dieser Zertifizierung profitierten Menschen mit Krebserkrankung, sagt Mahlberg und erklärt: „Die Zertifizierung garantiert dem Patienten, dass er mit den neusten Methoden und nach den Leitlinien der Deutschen Krebsgesellschaft therapiert wird.“