Einführung des neuen Chefarztes der Radiologie im Klinikum Mutterhaus der Borromäerinnen. Gemeinsam feierten (v.l.n.r.): Geschäftsführer Dr. med. Christian Sprenger, Aufsichtsratsvorsitzende Schwester M. Elisabeth Mues, PD Dr. med. Günther Sigmund, Prof. Dr. Dr. med. Boris Bodelle, MHBA, Festredner Prof. Dr. Dr. med. Thomas J. Vogl und Geschäftsführer Oliver Zimmer. Foto: Raphael Wlotzki, Klinikum Mutterhaus der Borromäerinnen

28.09.2021

Patienten Zuversicht schenken

Chefarzt Boris Bodelle folgt im Klinikum Mutterhaus auf Günther Sigmund


Mit einer Feststunde in den Trierer Viehmarktthermen wurde Prof. Dr. Dr. med. Boris Bodelle als Chefarzt der Radiologie eingeführt. Der langjährig tätige Chefarzt PD Dr. med. Günther Sigmund tritt seinen Ruhestand an.

Prof. Dr. med. Boris Bodelle, MHBA ist seit August 2021 neuer Chefarzt der Radiologie im Trierer Klinikum Mutterhaus der Borromäerinnen. Bis zu seinem Wechsel nach Trier arbeitete er als Leitender Oberarzt am Institut für Diagnostische und Interventionelle Radiologie des Universitätsklinikums Frankfurt. „Wir als Radiologen schauen in den Menschen, um Gesundes und weniger Gesundes klar trennen und eindeutig beschreiben zu können,“ so Prof. Bodelle in seiner Antrittsrede. „Als Diagnostiker und Interventionalisten müssen wir uns im Team beraten. Und wir müssen den Mut haben, für das einzutreten, wovon wir nach bestem Wissen und Gewissen als Ärzte überzeugt sind. Auch wenn die Situation schwierig oder gar aussichtslos erscheint – ich möchte den Patienten Zuversicht schenken.“ Bei seinem Vorgänger bedankte er sich herzlich: „Dr. Günther Sigmund hat mir eine Abteilung und ein Team hinterlassen, das fachlich und menschlich auf allen Ebenen überzeugt.“

„Prof. Bodelle und dem gesamten Team wünschen wir viel Erfolg und freuen uns sehr auf die künftige Zusammenarbeit“, so die Geschäftsführer Dr. med. Christian Sprenger und Oliver Zimmer unisono. „Wir sind sicher, dass wir gemeinsam die Radiologie unseres Klinikums weiter in die Zukunft entwickeln werden.“ Gleichzeitig wünschten sie dem scheidenden Chefarzt Günther Sigmund für seinen Ruhestand alles Gute.

Nach 28 Jahren verabschiedete sich PD Dr. med. Günther Sigmund als Chefarzt der Radiologie mit einer eindrucksvollen Präsentation zur Entwicklung der radiologischen Abteilung, die er maßgeblich gestaltet hat. 1993 kam Sigmund von der Uniklinik Freiburg nach Trier und trat die Chefarztstelle an, die anfangs noch die Abteilungen Radiologie und Nuklearmedizin umfasste. Ein wesentlicher Meilenstein war 1994 die Einführung der Magnetresonanztomographie (MRT), sowie der weitere Ausbau der interventionellen Radiologie, mit minimalinvasiven Therapien und Biopsien. In den vergangenen Jahrzehnten forcierte Sigmund auch die Digitalisierung der Radiologie im Klinikum Mutterhaus. So entwickelte sich die Abteilung von der Blattfilmangiographie weiter zur digitalen Subtraktionsangiographie und -durchleuchtung sowie vom Röntgenfilm zur rein digitalen Radiographie einschließlich digitaler Mammographie. Durch die rein digitale Bilderzeugung und Archivierung (PACS), die computergestützte Texterkennung und Befundschreibung wurde die Transformation zum „filmlosen und – fast – papierlosen Krankenhaus“ vollzogen. Verdient machte er sich auch um die Ausbildung junger Ärzte: Er unterrichtete seit 28 Jahren PJ-ler, seit neuestem auch jüngere Studierende des Medizincampus Trier der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Viele ärztliche Kolleginnen und Kollegen führte er zur Facharztreife. Beim Thema Strahlenschutz etablierte Sigmund die Aktualisierungskurse für die Fachkunde im Strahlenschutz. Mehrere Jahre prägte er als Ärztlicher Direktor das Schaffen des gesamten Klinikums. Als Programmverantwortlicher Arzt (PVA) etablierte er 2007 das Mammographie-Screeningzentrum Trier. Als qualitätsgesichertes Programm zur Früherkennung von Brustkrebs werden hier Frauen von 50 bis 69 Jahren regelmäßig alle zwei Jahre als Vorsorgeleistung untersucht.