Essstörungen

Eine Initiative der Abteilung Psychosomatik-Schmerzmedizin der Inneren Medizin 2 des Klinikums Mutterhaus (Dr. Werner Schaan) und der Abteilung für Klinische Psychologie und Psychotherapie des Kindes- und Jugendalters (Dr. Karoline Weiland-Heil)

 

Wege aus dem Teufelskreis

  • Nicht: Wegschauen, Kontrolle, aber auch Schonung – Stattdessen: Innehalten, Akzeptieren der Essstörung, Akzeptieren der eigenen begrenzten Einflussmöglichkeiten auf das Essverhalten.
  • Nicht: Selbstzweifel und Versagen als Eltern; Eltern sind mit einer Pseudotherapeutenrolle überfordert – Stattdessen: Abgabe der Verantwortung für die Genesung an die Tochter und Therapeuten.
  • Nicht: Verstrickung in den Kampf der Tochter um Ablösung; Stattdessen: „ich bin für meine Tochter da, aber ich lasse sie ihr Leben weitgehend selbst bestimmen“.
  • Nicht: Konflikte leugnen, „den Kopf in den Sand stecken“ - Schonung verstärkt das Essproblem; Stattdessen: klare Vereinbarungen, Regeln und Grenzen.
  • Nicht: Zurückstecken jeglichen Eigeninteresses und Interessen der Partnerschaft zu Gunsten der Tochter; Stattdessen: „es darf mir/uns als Paar gut gehen, auch wenn es der Tochter schlecht geht“.
  • Nicht: Druck und Konfrontation gegen die Person der Tochter; Stattdessen: Liebe, Sorge und Vertrauen in die Tochter – die Konfrontation richtet sich gegen das schädigende Verhalten.