Essstörungen

Eine Initiative der Abteilung Psychosomatik-Schmerzmedizin der Inneren Medizin 2 des Klinikums Mutterhaus (Dr. Werner Schaan) und der Abteilung für Klinische Psychologie und Psychotherapie des Kindes- und Jugendalters (Dr. Karoline Weiland-Heil)

 

Der Kreislauf der Essstörung

All diese Risikofaktoren kommen in der Regel über einen längeren Zeitraum zusammen. Kommt dann eine besondere Herausforderung hinzu (z. B. ein Umzug, eine schulische oder familiäre Belastung), kann es zum Ausbruch kommen. Ist die Essstörung einmal ausgebrochen, entwickelt sich ein Kreislauf – manche sprechen von einem Teufelskreis - der die Essstörung aufrecht erhält.

Selbst wenn die Betroffenen wollen, sind sie in dem Kreislauf gefangen und können nicht mehr einfach aus freiem Willen aussteigen. Wesentliche Bestandteile des Teufelskreises sind die ständige Kontrolle des Gewichts (und des damit verbundenen Essverhaltens) sowie ein Selbstwertgefühl, das überwiegend über die Figur und das Gewicht definiert ist.

Wahl, 2011